Roads To Siberia, Tag 14

Freitag, 12. Juni 2015

Heute wollten wir es mal ganz entspannt angehen lassen, schließlich hatten wir gestern einen Höllenritt absolviert und uns einen Ruhetag verdient. Also erst einmal ein lecker Frühstück im Innenhof des Hotels genossen, dann haben Thom und ich ein wenig Wartungsarbeiten erledigt. Bei Thom musste ein Bolzen ausgebaut werden und mit 2 zusätzlichen Unterlegscheiben versehen werden, damit die Kette dort nicht mehr schleifen kann. Natürlich hatten wir auch einen kleinen Helfer dabei, der sich um unser Werkzeug kümmerte, sprich den jeweils notwendigen Schlüssel bewachte.

Bei mir war eigentlich nur Kettefetten geplant, aber dann sah ich, dass das Hitzeschutzblech vom Auspuff lose war. Eigentlich bräuchte ich ein Schweißgerät, aber mit einer Schlauchschelle ließ sich das auch wieder befestigen. Danach haben wir uns ausgeruht von der Anstrengung und sind dann gegen Mittag kurz in die Stadt gegangen, wegen der Hitze war nicht so viel los und so richtig motiviert waren wir auch nicht.

Obwohl sich schon zeigte, das Buchara wirklich viele sehenswerte Gebäude zu bieten hat. Kein Wunder allerdings bei der geschichtsträchtigen Lage als einer der zentralen Punkte der Seidenstraße. Im Hotel haben wir dann den obligatorischen Liter kalten Wassers gezischt und haben uns dann für ein Stündchen hingelegt. Danach wurde unser Blog aktualisiert und wir sind dann so gegen halb Sieben wieder aufgebrochen zum Sightseeing. Nun war die Stadt auch deutlich belebter.

Ich will hier nicht die ganzen Sehenswürdigkeiten aufzählen, das kann Wikipedia oder jeder Reiseführer besser, aber es ist wirklich beeindruckend was es hier an sehenswerten Baudenkmälern gibt, sei es nur der Ark, die alte Festung, die Perle des Orients oder die verschiedenen Moscheen oder ehemaligen Karawansereien.

Nachdem wir uns den Ark von außen angesehen hatten, wollten wir was essen. Kurz darauf kamen wir an einem Restaurant vorbei, in dem fast nur Einheimische saßen und der Grill für Schaschlik angeheizt wurde. Während wir noch unschlüssig waren, sprach uns jemand an und lud uns an seinen Tisch. Damit war die Entscheidung gefallen. Wir setzten uns zu den Leuten und ruckzuck stand ein frisch gezapftes Bier vor uns. Unser Gastgeber sprach hervorragend Deutsch und es stellte sich heraus, dass er und sein Freund als Angehörige der Roten Armee in Neustrelitz stationiert waren und unter den letzten Soldaten waren, die aus Deutschland abgezogen wurden. Beide hatten gute Erinnerungen an Deutschland, besonders unser Bier gefiel ihnen.

Dann wurde Essen bestellt, Schaschlik, Salat, Brot und kalte Cola. Das Schaschlik war hervorragend, gutes Fleisch, frisch gegrillt und sehr schmackhaft, der Salat nicht so toll und das Brot ausgesprochen lecker. Das Tischgespräch war interessant, alle möglichen Themen wurden angesprochen. Dabei stellte sich heraus dass einer der beiden als Goldschmied im Ark arbeitet und der andere Musiklehrer ist und viel am Goehteinstitut in Buchara arbeitet. Nach dem Essen bekamen wir noch eine kleine Führung zu den historischen Gebäuden in der Nähe und eine kurze Kostprobe klassischer usbekischer Musik. Ich kaufte dann noch eine CD als Mitbringsel, weil sich sonst nichts so richtig finden ließ, was nicht zu kitschig oder zu teuer gewesen wäre. Gegen 23 Uhr waren wir dann wieder im Hotel. Noch ein kaltes Wasser und dann gings zu Bett.

Kaum lag ich im Bett, bekam ich eine Schüttelfrostattacke und suchte mir eine Decke zum drüberlegen. Nach einer halben Stunde wars damit vorbei, aber das Unheil nahm seinen Lauf, die ganze Nacht musste ich ständig ins Bad, mich hatte ein Brechdurchfall am Wickel. Was für ein Mist. Am frühen Morgen kam dann nichts mehr und so konnte ich noch ein bisschen schlafen.

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FAQ zum Thema Reise & Touren
Welches Motorrad fährt Fritze?
Fritze fährt eine BMW R 1200 GS Adventure, Baujahr 2007 – liebevoll „die Dicke" genannt. Mit ihrem 38-Liter-Tank ist sie ideal für lange Touren quer durch Europa. Die Maschine ist seit vielen Jahren sein treuer Begleiter und hat unter anderem Schottland, die Karpaten, die Pyrenäen und Skandinavien gesehen.
Wie plant Kradmelder24 die Touren?
Die Routen werden mit der Kurviger-App geplant und anschließend als GPX-Track aufs Navi übertragen. Autobahnen werden so weit wie möglich vermieden. Die Navigation erfolgte bisher mit Garmin Montana und zumo XT, neuerdings über ein Carpuride 702S Pro, das die Kurviger-Karte vom Smartphone spiegelt. Für die TKM24-Gruppentouren übernimmt eine eigens dafür eingerichtete Regionale Tourberatung im Planungsstab alle dafür erforderlichen Arbeiten und stellt die GPX-Dateien über den Blog zum Download bereit.
Welches Navi benutzt Fritze?
Seit Anfang 2026 ein Carpuride 702S Pro – ein Android-Auto-Display, das die Kurviger-Navigation vom Smartphone spiegelt und in die originale BMW-Naviaufnahme passt. Davor war ein Garmin XT im Einsatz, das wegen hartnäckiger Routing-Probleme und Softwarefehler endgültig ausgemustert wurde.
Was sind die TKM24-Treffen?
TKM24 steht für Team Kradmelder24 und ist das jährliche Community-Treffen der Kradmelder24-Zuschauer. Gemeinsam wird eine mehrtägige Motorradtour gefahren – bisherige Ziele waren unter anderem der Harz, Willebadessen, Oberhof, Aussig und das Ahrtal. Beim TKM26 geht es Mitte Juni 2026 nach Tirol.
Kann man bei Kradmelder24-Touren mitfahren?
Ja! Auf unseren Telegram-Gruppen werden regelmäßig Tagestouren überall in Deutschland organisiert. Beim jährlichen TKM24-Treffen ist jeder willkommen, der für den Slogan "Fahren mit Hirn" etwas übrig hat – die Teilnahme ist kostenlos, nur Unterkunft und Verpflegung zahlt jeder selbst. Infos und Anmeldung gibt es auf der Mitmachen-Seite.
In welchen Ländern war Kradmelder24 schon mit der Kamera unterwegs?
Fritze war mit dem Motorrad unter anderem in Schottland, England, Frankreich, Norwegen, Schweden, Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Österreich, Schweiz, Italien und Spanien unterwegs. Wolle darüber hinaus sogar schon im Kaukasus, in Sibirien, der Mongolei und ganz aktuell Südamerika. Die Videos und Reiseberichte mit Fotos und Routeninfos gibt es alle hier auf dem Blog.