Roads To Siberia, Tag 1

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Samstag, 30. Mai 2015 Hamburg – Konin Polen (ca. 620 km)

Wolle

Heute war der Start ins große Abenteuer „Roads to Siberia“. Es waren 620 km abzuspulen, um in Konin das Hotel zu erreichen. Hat auch alles super geklappt, nur eben Autobahn und überwiegend nur geradeaus… Aber was soll’s, so ist es eben. Immerhin hat sich meine modifizierte BMW G 650 XChallenge gut geschlagen und ist gelaufen wie ein Uhrwerk!

Abschied für 3 Monate (Bild: Wolfgang Klentzau)

Obwohl ich schon eine Woche frei hatte, war es trotzdem komisch, sich dem Abreisetermin zu nähern, es gab noch einiges zu erledigen und das Mopped ist auch erst am Mittwoch fertig geworden. Ich war dann am Freitag fertig mit packen und sozusagen startbereit, aber so was von aufgeregt und nervös, das muss wohl so sein, denke ich. Nach einer gefühlt zu kurzen Nacht klingelte dann gegen Sieben der Wecker. Es gab noch ein lecker gemeinsames Frühstück mit Barbara. Dann kamen auch schon die ersten Freunde, um mich zu verabschieden, das hat mich sehr gefreut. Kaum habe ich angefangen das Mopped aufzurödeln, tauchten auch schon die nächsten auf, die Hoppes haben sich klammheimlich angeschlichen und mich beim Gepäck verrödeln fotografiert. Dann kam auch noch mein Bruder dazu, und es wurden noch Fotos und Filmchen gemacht. Ich muss sagen, das hat mich sehr berührt und auch der Abschied von Barbara war nicht so ganz einfach, auch wenn wir das mit „Haltung“ hinter uns gebracht haben.

Irgendwie lässt man doch Einiges hinter sich, wenn man für 3 Monate auf Reisen geht. Aber zum Glück gibt es ja Handy und Internet!

Mit Elvira in Oranienburg (Bild: Wolfgang Klentzau)

Die Fahrt selber war unspektakulär und das Wetter erträglich, ein paar Schauer und sonst meist sonnig, und am Nachmittag sogar warm genug, um das Futter aus der Jacke zu nehmen. Bei Oranienburg traf ich dann auf Elvira, die mich bis zur polnischen Grenze begleiten wollte. Schön, noch ein Stück zusammen zu fahren. Nach dem Abschied war ich dann alleine unterwegs.

So gegen 18 Uhr bin ich dann im Hotel eingetroffen. Ersteinmal aufs Zimmer und Bescheid sagen, dass ich gut und heil angekommen bin. Dann duschen und ab ins Restaurant zu Bier und lecker Essen. Tja, das wars dann für heute, ich bin angenehm müde und schläfrig. Morgen geht’s dann weiter gen Weißrussische Grenze und dem Treffen mit Thom.

Thom

12 Grad, Regen und kalt. Bis zum Treffpunkt sind des 1000 km. Zwei Tage Zeit. Mal sehen, wie weit ich am ersten Tag komme. Von Beginn an regnet es. Ich hatte noch überlegt, etwas zu warten, bis der Regen weniger wird. Aber egal, dafür ist Goretex gemacht. Also geht es um 9:30 los in Richtung Tschechien. Bis kurz hinter Prag – Autobahn, 300km. Ich suche mir einen schnellen LKW und klemme mich dahinter. Sehr entspanntes Reisen so. Kurz hinter Prag Mittagessen an der Autobahn. Nicht toll, aber es hat WIFI. Dann endlich beginnt die Landstraße und auch der Regen wird weniger.

Seit Prag werden die Dörfer einfacher, aber die Straßen machen definitiv mehr Freue als die Autobahn. Und nach weiteren 150 km kommt die Grenze zu Polen. Polen ist wie immer schwierig. Und Freundschaft werden wir nicht mehr schließen. Ein Dorf nach dem anderen, viele LKW… Ich fahre bis 18:30 Uhr, bevor ich beginne ein Hotel zu suchen. Ich einer Stadt fahre ich drei Hotels an – jedes eine Enttäuschung. Egal, dann schlafe ich im Zelt. Also fahre ich wieder auf die Hauptstraße. Und dann – ein wunderschönes Hotel. Nette Damen an der Rezeption und auch gleich noch eine Hochzeit. Hier bleibe ich! Nach Abendessen, Bier und DFB-Pokal geht es glücklich ins Bett. 620 km sind des geworden und die KTM hat tatsächlich nur 3,5 Liter auf 100 km gebaucht.

Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.
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