Ton

Externes Mikrofon zum Einbau in den Helm.
Externes Mikrofon zum Einbau in den Helm.

von Fritze Eine der wohl größten Herausforderungen beim Motovloggen ist die Herstellung anständiger Tonqualität. Starke Windgeräusche beim Aufnehmen der eigenen Stimme können einem schon den kompletten Vlog verhageln. Und wer im Helm endlich ein ruhiges Plätzchen für das Mikrofon gefunden hat, der wird vielleicht bald den fehlenden Sound der Maschine vermissen. Um die Verwendung mehrer Aufnahmegeräte kommt man deshalb kaum herum.

ZOOM H2n Audiorekorder.
ZOOM H2n Audiorekorder.

Aus diesem Grunde benutze ich einerseits das originale Helmmikrofon  von Drift. Im Gegensatz zu günstigeren Ansteckmikrofonen anderer Hersteller wird bei der Verwendung dieses Original-Zubehörs das interne Kameramikrofon tatsächlich abgeschaltet, und störende Windgeräusche werden somit effektiv unterdrückt. Warum sich Drift für diese Lösung entschieden hat und das interne Mikrofon nicht auch schon bei Verwendung herkömmlicher (und deutlich billigerer) externer Mikrofone abgeschaltet wird, erschließt sich wohl auch nur wieder erfahrenen Verschwörungstheoretikern.

Daneben verwende ich bei Bedarf noch einen zusätzlichen Audiorekorder, um die Geräusche des Motorrades im unkomprimierten WAV-Format aufzufangen. Zu diesem Zweck bringe ich bei Bedarf meinen Zoom H2n an einer windgeschützten Stelle am hinteren Ende meiner Maschine an. Erste Versuche damit (Einstellung 2CH und Gain 3) lieferten durchaus vielversprechende Ergebnisse. Leider ist der genannte Aufbau nicht für nasses Wetter geeignet, weshalb ich inzwischen dazu übergegangen bin, die Auspuffgeräusche mit der nach rückwärts gerichteten Heck-Kamera, Berta, aufzunehmen.

Schuberth E1mit Sena 10U und Drift Ghost-S
Schuberth E1 mit Sena 10U und Drift Ghost-S

Zur Verständigung mit anderen Fahrern, dem Empfang von Navi-Ansagen meines Garmin Montana, zum Freisprechen beim Telefonieren und Hören von Musik habe ich in meinen Klapphelm Schuberth E1 das Bluetooth-Headset Sena 10U eingebaut. Weil mein Navi jedoch kein Bluetooth hat, kommen dessen Ansagen über den Audioausgang per Funkadapter Sena SR10 in meinen Helm. An ihm können bis zu zwei Audioquellen und ein Funkgerät angeschlossen werden. Diese Lösung funktioniert super, kostet aber halt auch ein paar Euro zusätzlich.

Sena SR10 BT-Funkadapter (Quelle: Sena)
Sena SR10 BT-Funkadapter (Quelle: Sena)

Die 10U (U wie unobstrusive, unauffällig) zeichnet sich dadurch aus, dass sie nahezu unsichtbar in den Helm eingebaut wird. Lediglich die Bedientasten sind bei geöffnetem Helmvisier von außen zu erkennen. Die Tonqualität dieser winzigen Anlage ist überraschend gut, Musik hören während der Fahrt ist ein reines Vergnügen. Im Lieferumfang mit enthalten war eine Fernbedienung, die ähnlich einer Wäscheklammer um den linken Lenkergriff gespannt wird. Allerdings ist mir die Bedienung der winzigen Tasten mit Handschuhen zu umständlich, und so habe ich auf dieses Stückchen Beiwerk verzichtet.

Sena GP10 Bluetooth-Pack
Sena GP10 Bluetooth-Pack

Um die Audiosignale beim Gegensprechen und Yannicks nervende Navi-Ansagen aufzunehmen, benutze ich Senas GP10 Bluetooth-Pack. Eigentlich ist dieses Gerät nur für Hero-Kameras geeignet, aber dank Rhönschrats Einfallsreichtum und Geschick verfüge ich nun über ein spezielles Kabel, mit dem ich den Klinkenausgang meiner Facecam (Cäsar, die dritte meiner drei Drift Ghost-S) mit dem USB-Eingang des BT-Packs verbinden kann. Das klappt hervorragend! Wer für seine Zwecke ebenfalls so ein spezielles Kabel benötigt, möge sich mit Rhönschrat in Verbindung setzen, vielleicht ist er ja nochmal so nett… 😉

Um bei der ganzen Kopplungsarie nicht den Überblick zu verlieren, will ich mit der folgenden Darstellung kurz noch erklären, wie die einzelnen Geräte miteinder verbunden werden. Bei der Gelegenheit weise ich nochmals dringend darauf hin, dass das SR10 unbedingt als sogenanntes „Zweites Handy“ mit dem 10U gekoppelt werden muss, damit Euch solche Probleme, wie in meinen beiden Motovlogs MV155 und MV156, erspart bleiben:

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