Roads To Siberia, Tag 44

Sonntag, 12. Juli 2015

Heute soll es wieder zurück nach Aktasch gehen, wenn es der Wettergott denn zulässt. In der Nacht ist noch einmal ordentlich Wasser von oben gekommen, und auch während des Frühstücks hat es geregnet. Trotzdem haben wir unsere Sachen soweit zusammengepackt. Natürlich fing es dann wieder zu regnen an, als wir die Kräder beladen wollten.

Also noch einmal ins Zimmer zurück und etwas langgemacht. Nach einer guten halben Stunde war es dann soweit, die Sonne ließ sich blicken, und so machten wir uns fertig. Die ersten Kilometer waren etwas tricky, weil der Boden ziemlich matschig war, und teilweise tiefe Fahrspuren das Fahren auch nicht grad leichter machten. Doch danach wurde es besser, wir kamen relativ gut voran und es kam mir so vor, als wenn der Regen die Straße nicht nur entstaubt, sondern auch etwas weniger holprig gemacht hat. Unterwegs hielten hielten wir noch Ausschau nach den Steinen der „Mushroom-Formation“ aber wir konnten nichts davon entdecken. Also kurz eine geraucht und dann gings weiter zum Pass.

So von unten sieht die Auffahrt ziemlich heftig aus, es fängt gleich mit einer extremen Steigung an, dazu die ausgefahrene Fahrbahn, sieht nach Spaß aus! Also erster Gang rein und los geht’s. Die Moppeds hüpfen den Berg hoch, und es geht gut voran. Die Serpentinen lassen sich gut fahren, und auch der Gegenverkehr verhält sich richtig, sprich: wir als Bergverkehr werden durchgelassen. Kurz vor der Passhöhe ein kurzer Fotostopp, und dann noch einmal ein paar Bilder von der Passhöhe geschossen. Leider kriegt man nicht den ganzen Pass aufs Bild.

Während ich die Fotos machte, wurde Thom von einem russischen Paar angesprochen, das sich sichtlich freute, uns getroffen zu haben. Noch ein Foto mit uns für die beiden und weiter gings. Irgendwie war mir kalt, so ein inneres Frösteln, obwohl die Temperatur so um die 20° lag. Dazu kalte Hände, also kurz anhalten, die Überhandschuhe anziehen und weiter. Komischerweise kamen uns jede Menge Autos entgegen, als ob die alle noch ins verlängerte Wochenende fahren wollten. Nach dem Städtchen Ulagan ging es noch einmal auf über 2000 m hinauf, und es wurde tatsächlich ziemlich frisch, dazu eine dichte Wolkendecke. Zum Glück war es nicht mehr weit bis nach Aktasch. Dort angekommen waren wir uns schnell einig, hier wieder ins Hotel zu gehen, diesmal keine Hütte, sondern ein Zimmer mit Etagendusche und richtigem WC.

Ich kroch erst einmal unter die Decken, um warm zu werden, und Thom machte uns einen heißen Kaffee. Danach eine heiße Dusche und so langsam wurde mir wieder warm. Dann ein lecker Schaschlik und ein Bier zum Abendessen. Während wir aßen, kamen die vier Russen vom See im Hotel an. Wir begrüßten uns herzlich, aber wir waren schon fertig mit Essen und so gingen wir aufs Zimmer, um den Blog auf Vordermann zu bringen. Thom fand dabei heraus, dass wir das Permit doch auch hier bekommen müssten, er hatte die Koordinaten vom Büro zur Hand und ging noch schnell gucken, ob das auch passt. Es scheint tatsächlich das FSB-Büro zu sein. Leider hatte er eine etwas unangenehme Begegnung mit ein paar Betrunkenen, aber es ging zum Glück glimpflich aus.

Dann noch die Berichte hochladen und der Tag war dann soweit gelaufen. Mal gucken, ob wir dann auch morgen das Permit für das Ukok-Plateau hier bekommen.

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FAQ zum Thema Reise & Touren
Welches Motorrad fährt Fritze?
Fritze fährt eine BMW R 1200 GS Adventure, Baujahr 2007 – liebevoll „die Dicke" genannt. Mit ihrem 38-Liter-Tank ist sie ideal für lange Touren quer durch Europa. Die Maschine ist seit vielen Jahren sein treuer Begleiter und hat unter anderem Schottland, die Karpaten, die Pyrenäen und Skandinavien gesehen.
Wie plant Kradmelder24 die Touren?
Die Routen werden mit der Kurviger-App geplant und anschließend als GPX-Track aufs Navi übertragen. Autobahnen werden so weit wie möglich vermieden. Die Navigation erfolgte bisher mit Garmin Montana und zumo XT, neuerdings über ein Carpuride 702S Pro, das die Kurviger-Karte vom Smartphone spiegelt. Für die TKM24-Gruppentouren übernimmt eine eigens dafür eingerichtete Regionale Tourberatung im Planungsstab alle dafür erforderlichen Arbeiten und stellt die GPX-Dateien über den Blog zum Download bereit.
Welches Navi benutzt Fritze?
Seit Anfang 2026 ein Carpuride 702S Pro – ein Android-Auto-Display, das die Kurviger-Navigation vom Smartphone spiegelt und in die originale BMW-Naviaufnahme passt. Davor war ein Garmin XT im Einsatz, das wegen hartnäckiger Routing-Probleme und Softwarefehler endgültig ausgemustert wurde.
Was sind die TKM24-Treffen?
TKM24 steht für Team Kradmelder24 und ist das jährliche Community-Treffen der Kradmelder24-Zuschauer. Gemeinsam wird eine mehrtägige Motorradtour gefahren – bisherige Ziele waren unter anderem der Harz, Willebadessen, Oberhof, Aussig und das Ahrtal. Beim TKM26 geht es Mitte Juni 2026 nach Tirol.
Kann man bei Kradmelder24-Touren mitfahren?
Ja! Auf unseren Telegram-Gruppen werden regelmäßig Tagestouren überall in Deutschland organisiert. Beim jährlichen TKM24-Treffen ist jeder willkommen, der für den Slogan "Fahren mit Hirn" etwas übrig hat – die Teilnahme ist kostenlos, nur Unterkunft und Verpflegung zahlt jeder selbst. Infos und Anmeldung gibt es auf der Mitmachen-Seite.
In welchen Ländern war Kradmelder24 schon mit der Kamera unterwegs?
Fritze war mit dem Motorrad unter anderem in Schottland, England, Frankreich, Norwegen, Schweden, Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Österreich, Schweiz, Italien und Spanien unterwegs. Wolle darüber hinaus sogar schon im Kaukasus, in Sibirien, der Mongolei und ganz aktuell Südamerika. Die Videos und Reiseberichte mit Fotos und Routeninfos gibt es alle hier auf dem Blog.