Roads To Siberia, Tag 4

Dienstag, 2. Juni 2015

Heute gings nach Russland, aber erst einmal raus aus der Gostiniza. Also Moppeds aufgerödelt und los geht’s, doch die Damen wollten erst einmal kontrollieren, ob wir auch die Zimmer ordentlich verlassen…Was hätten wir denn noch beschädigen können?

Entlassungskontrolle in der Gostiniza (wk)

Aber egal, wir durften los und ersteinmal raus aus dem Städtchen. Unterwegs lecker gefrühstückt und dann durch Gomel gen russische Grenze gefahren. Auch Gomel ist durchaus sehenswert, die Stadt entspricht so gar nicht den Vorstellungen, die man so im Kopf hat von den Städten im Osten.

Angekommen in Gomel (wk)

Die Grenze war ähnlich unspektakulär wie früher die dänische Grenze, die Weißrussen haben uns einfach durchgewinkt, die russischen Grenzer haben zunächst irritiert geguckt als wir anhielten und sie erwartungsvoll anguckten, einer „erbarmte“ sich und warf einen Blick in unsere Pässe, wünschte uns gute Fahrt und herzlich Willkommen in Russland. Das wars einfach… irgendwie enttäuschend, fanden wir.

An der Grenze nach Russland (wk)

Nach 30 km sind wir dann in ein Cafe und haben Mittag gegessen, den Klassiker, Kotelett, Reis und Salat Vitamin, dazu kalte Getränke und einen Kaffee. Um mein Gewissen zu beruhigen, habe ich dann noch eine Kfz-Versicherung abgeschlossen für 3 Monate, ca 30 € umgerechnet.

Dann gings weiter nach Brjiansk. Ab Brjiansk haben wir dann nach einer Unterkunft Ausschau gehalten. In Karachev wollte man uns aber nicht haben, nje Kemnata Germanie Passport, sozusagen ein höfliches aber bestimmtes Nein…

Kontaktschwierigkeiten gibt es keine (wk)

Wir standen noch auf der Straße, als ein russischer Biker vorbeifuhr. Uns zu sehen, anzuhalten und Hallo zu sagen war fast eins… Er stellte sich als Ruslan vor. Als er unser Problem hörte, sagte er Moment, telefonierte kurz und ließ uns dann hinter sich her fahren. Er setzte uns an einem Hotel mit Lkw-Parkplatz ab, wo bereits Sergej, sein Freund auf uns wartete. Sergej hat dann mit uns zusammen das Zimmer, eigentlich eher ein Appartement klargemacht. Wir haben uns dann für halb Acht im Cafe verabredet. Sergej kam dann auch und wir haben dann einen tollen, multinationalen und feuchtfröhlichen Abend verbracht, ein Russe, zwei Deutsche, zwei Engländer (die von Gestern) und ein Lette, Hauptsprache waren Englisch und Piwo. Gegen Mitternacht gings dann ziemlich Dun zu Bett…

Die russische Gastfreundschaft und speziell die Hilfsbereitschaft der russischen Moppedfahrer ist wirklich beeindruckend und die Berichte sind nicht übertrieben, mehr als ein Danke wollte Sergej nicht annehmen, aber über einen unserer Aufkleber hat er sich sehr gefreut!

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FAQ zum Thema Reise & Touren
Welches Motorrad fährt Fritze?
Fritze fährt eine BMW R 1200 GS Adventure, Baujahr 2007 – liebevoll „die Dicke" genannt. Mit ihrem 38-Liter-Tank ist sie ideal für lange Touren quer durch Europa. Die Maschine ist seit vielen Jahren sein treuer Begleiter und hat unter anderem Schottland, die Karpaten, die Pyrenäen und Skandinavien gesehen.
Wie plant Kradmelder24 die Touren?
Die Routen werden mit der Kurviger-App geplant und anschließend als GPX-Track aufs Navi übertragen. Autobahnen werden so weit wie möglich vermieden. Die Navigation erfolgte bisher mit Garmin Montana und zumo XT, neuerdings über ein Carpuride 702S Pro, das die Kurviger-Karte vom Smartphone spiegelt. Für die TKM24-Gruppentouren übernimmt eine eigens dafür eingerichtete Regionale Tourberatung im Planungsstab alle dafür erforderlichen Arbeiten und stellt die GPX-Dateien über den Blog zum Download bereit.
Welches Navi benutzt Fritze?
Seit Anfang 2026 ein Carpuride 702S Pro – ein Android-Auto-Display, das die Kurviger-Navigation vom Smartphone spiegelt und in die originale BMW-Naviaufnahme passt. Davor war ein Garmin XT im Einsatz, das wegen hartnäckiger Routing-Probleme und Softwarefehler endgültig ausgemustert wurde.
Was sind die TKM24-Treffen?
TKM24 steht für Team Kradmelder24 und ist das jährliche Community-Treffen der Kradmelder24-Zuschauer. Gemeinsam wird eine mehrtägige Motorradtour gefahren – bisherige Ziele waren unter anderem der Harz, Willebadessen, Oberhof, Aussig und das Ahrtal. Beim TKM26 geht es Mitte Juni 2026 nach Tirol.
Kann man bei Kradmelder24-Touren mitfahren?
Ja! Auf unseren Telegram-Gruppen werden regelmäßig Tagestouren überall in Deutschland organisiert. Beim jährlichen TKM24-Treffen ist jeder willkommen, der für den Slogan "Fahren mit Hirn" etwas übrig hat – die Teilnahme ist kostenlos, nur Unterkunft und Verpflegung zahlt jeder selbst. Infos und Anmeldung gibt es auf der Mitmachen-Seite.
In welchen Ländern war Kradmelder24 schon mit der Kamera unterwegs?
Fritze war mit dem Motorrad unter anderem in Schottland, England, Frankreich, Norwegen, Schweden, Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien, Österreich, Schweiz, Italien und Spanien unterwegs. Wolle darüber hinaus sogar schon im Kaukasus, in Sibirien, der Mongolei und ganz aktuell Südamerika. Die Videos und Reiseberichte mit Fotos und Routeninfos gibt es alle hier auf dem Blog.