MV56: Für den Betrieb seiner Filia wird ein Zugfahrzeug zum Pferdetransport benötigt. Deshalb ist Fritze unterwegs nach Braunschweig, wo bei einem Autohändler ein entsprechendes Fahrzeug besichtigt werden soll. Sohnemann ist auf seiner G 650 Xmoto mit von der Partie.

Mitwirkende

Fritze ist der Mann hinter Kradmelder24 – Gründer, Fahrer, Filmemacher, Ton- und Kameramann, Cutter, Webmaster, Tourenplaner und notorischer Bruddler in Personalunion.
Seit MV001 „Benzingeruch!" im Jahr 2016 sitzt er auf seiner BMW R 1200 GS Adventure, die er liebevoll „die Dicke" nennt, und hat seitdem über 500 Motovlogs, Garagenvideos, Shorts und Specials produziert – komplett ohne Werbung, ohne Sponsoren, ohne Monetarisierung. Das ist kein Zufall, sondern Prinzip, denn bei Kradmelder24 geht es nicht ums Geld, sondern um die Sache: Motorradfahren mit Hirn. Und wenn Fritze eines kann, dann ist es, seinen Zuschauern während der Fahrt die Welt zu erklären – ob es um Lenkimpulse und Sicherheitslinien geht, um StVO-Paragrafen, Streckensperrungen, Bußgeldkataloge oder die Frage, warum Motorradfahrer eigentlich ständig Autos überholen.
Seine Touren lesen sich wie ein Atlas europäischer Motorradstraßen: mit Wolle über 6.100 Kilometer durch die Karpaten, mit Nobbe durch die norwegischen Fjorde, die Pyrenäen, Masuren, und quer durch Frankreich bis an den Atlantik. Mit Spatzl auf dem Sozius über Timmelsjoch, Jaufenpass und Transfăgărășan, mit Klaus und Jacky ein zweites Mal durch die Karpaten, mit acht Leuten nach Schottland – und dazwischen unzählige Wochenendtouren, Kollegenausflüge, Abstecher nach Pommern auf Großmutter Hedwigs Spuren und natürlich die jährlichen Community-Treffen des Teamkradmelder24, die er von Anfang an organisiert hat: vom ersten TKM24 im Harz über Willebadessen, Oberhof und Aussig bis nach Remagen ins Ahrtal. Was bei über 50 Teilnehmern an Logistik dahintersteckt, ahnt nur, wer selbst mal versucht hat, eine zwanzigköpfige Motorradkolonne durch den Thüringer Wald zu dirigieren. Fritze macht das mit einer Mischung aus militärischer Präzision und schwäbischer Gelassenheit – Direktion Nord rückt ab, Gruppe Anton formiert sich, und wehe, einer überholt den Tourguide.
Technisch ist er ein Tüftler vor dem Herrn: vom Garmin Montana, das regelmäßig einfror, über die Hassliebe zum Zumo XT, bis zum permanenten Kampf mit Ghost-Kameras, deren Akkus nie reichen. Gimbals, die nicht kooperieren, und Fernbedienungen, die den Geist aufgeben. Dass die Helmkamera in Schottland einen halben Tag lang schief hing und es erst beim Schneiden auffiel, ist absolut typisch.
Aber genau das macht Kradmelder24 aus: es ist echt, ungefiltert und meistens ziemlich lustig. Fritzes schwäbische Wurzeln brechen regelmäßig durch – sei es beim Fluchen über Baustellen, beim Fachsimpeln über Öl und Reifen oder beim Bestellen von Entrecôte in Südfrankreich. Und hinter dem Bruddler steckt einer, der seine Community zusammenhält, der Anfänger genauso ernst nimmt wie alte Hasen, der nach schweren Krankenhausaufenthalten wieder auf den Bock gestiegen ist und der nach jedem Saisonende schon die nächste große Tour plant. Denn wie heißt es so schön: nach der Tour ist vor der Tour.
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Juniors Stiefel-Saga vor der Fahrt zum Vloggertreffen am Ederblick ist bis heute legendär: wasserdichte Motorradstiefel im Online-Store bestellt, und was dann folgte, entwickelte sich zum veritablen Alptraum. Beim Vloggertreffen 2017 am Ederblick war er dann aber mit trockenen Füßen dabei, zusammen mit 7evnHeaven, Galiot Bear, Mr YellowBiker und dem Rest der Motovlogger-Szene. Auch beim Motovlogger-Treffen 2018 im Sauerland fuhr Junior mit dem Alten ins Hochsauerland, während die Hupe seiner XMoto den Geist aufgab und Fritze sich über Drifts neueste Innovation aufregte. Dass Junior mit seinem dB-Eater bei der spontanen Ostsee-Spritztour mit Wolle und Gaz „allen den Tag rettete", gehört ebenso zum Gesamtbild wie die Quad-Tour durch die Südheide, bei der sich Vater und Sohn zum allerersten Mal abseits befestigter Straßen bewegten.
Im Laufe der Jahre wurde Junior zum festen Bestandteil der Community – beim ersten Abotreffen im Harz war er mit Fritze, Achim, Conny, Gary und Detlef unterwegs nach Darlingerode, und auch beim TKM24-23 in Aussig gehörte er zur Direktion Nord, die sich von Niemegk aus die Elbe hinauf nach Böhmen kämpfte. Junior ist der lebende Beweis dafür, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt – und dass eine Supermoto auf Langstrecke funktioniert, wenn der Fahrer nur stur genug ist.
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