Es ist so weit: Die Nordgruppe hat sich zum ersten Mal über die neue Touren-Funktion vom Hausmeister-Bot zusammengefunden, und wir fahren gemeinsam ans Meer. Von Schwarzenbeck geht es über die Dörfer nach Neustadt in Holstein, an den Strand der Lübecker Bucht. Klingt nach einem entspannten Ausflug? Nun ja – bis wir überhaupt losfahren, dauert es eine Weile.
Treffpunkt Schwarzenbeck: Warten auf Bernd
Spatzl, Frank und ich sind gemeinsam in Lüneburg gestartet und fahren zum vereinbarten Treffpunkt in Schwarzenbeck – oder wie man hier oben sagt: Swattenbeek. Georg hat es in der Gruppe übrigens als „Schwarzenberg“ angekündigt, aber das ist eine andere Geschichte. Auf dem Parkplatz vom Supermarkt warten bereits Jacky, Klaus und Georg auf uns.
Eigentlich hätte Bernd auch mitkommen sollen. Wir warteten eine Viertelstunde auf ihn, aber er taucht nicht auf und meldet sich auch nicht. Das ärgert mich, weil wir dadurch 15 Minuten zu spät losfahren – und Zuspätkommen hasse ich wie die Pest. Wie sich später herausstellt, hat Bernd rechtzeitig und ganz korrekt im Bot abgesagt, aber keiner von uns hat es mitbekommen. Dazu gleich mehr.
Parkplatz-Chaos und neugierige Passanten
Der Parkplatz ist die Hölle. Es ist voll, die Leute haben Schnappatmung, weil wir mit den Motorrädern rangieren, und ein Passant spricht Spatzl auf die Adventure an. Ob ich die alleine aufheben könne, wenn die mal umfällt? Na klar, selbstverständlich. Manche Fragen beantworten sich von selbst, wenn man mal drüber nachdenkt. Kopfschüttelnd zieht er davon.
Mesh-Intercom: Endlich rauschfrei
Bevor es losgeht, müssen wir noch die Mesh-Verbindung klären. Georg fragt nach den Einstellungen – Mesh 3? Oder Mesh 3.0. Kleiner Moment der Verwirrung, aber am Ende sind alle verbunden. Und dann die schöne Überraschung: Klaus bestätigt, was ich auch selber schon gemerkt habe – die Audioqualität ist deutlich besser geworden. Kein Rauschen mehr, keine Nebengeräusche. Das Signal ist sauber. Jacky fasst es treffend zusammen: „Ihr seid direkt in unserem Kopf. Das macht mir Angst.“
Carpuride 702: Das Navi-Display am Lenker
Unterwegs sprechen wir über mein neues Spielzeug: das Carpuride W702S Pro. Ein schön großes Display, auf dem man richtig gut alles erkennen kann. Klaus vergleicht die Größe mit dem BMW-eigenen Display – passt ungefähr. Keine Reflexionen, gute Ablesbarkeit. Ich bin zufrieden.

Die Vorgeschichte ist allerdings etwas holprig: Carpuride hatte mich schon letztes Jahr angeschrieben, ob ich ein Testvideo machen möchte. Ich hatte damals noch ein Huawei-Handy, und – Überraschung – Huaweis sind nicht kompatibel mit dem Gerät. Das hätte man vorher wissen können, wenn es eine ordentliche Kompatibilitätsliste gegeben hätte. Also kein Video. Erst als ich mir im September das Google Pixel Pro zugelegt habe, funktionierte alles einwandfrei. Aber dann kam meine OP, und bis ich so weit fit war, hatten wir Winter – und da brauchst du natürlich kein Motorradvideo machen.
Frank kennt Carpuride übrigens aus dem Auto. Er hatte das Gerät schon dort im Einsatz, bevor es die Motorrad-Version gab. Im Auto läuft das Ganze als FM-Transmitter über eine UKW-Frequenz – beim Motorrad geht alles über Bluetooth. Wichtig dabei: Das Carpuride ist mit dem Handy gekoppelt, und das Carpuride ist mit dem Helm gekoppelt. Was man nicht tun sollte, ist das Handy zusätzlich direkt mit dem Helm zu koppeln. Dann kommt nämlich kein Audio im Helm mehr an. Übrigens: Wenn ich unsere beiden Helme über BT Trans mit dem Carpuride kopple, dann haben Spatzl und ich kein Mesh mehr. Und wer auf langen Touren nicht mit leerem Akku ankommen will, sollte eine Powerbank im Tankrucksack haben – das Handy wird durch Android Auto bzw. CarPlay ordentlich leergesaugt.
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Der Hausmeister-Bot braucht ein Update
Zurück zum Thema Bernd und die verpasste Absage. Das Problem: Wenn sich jemand über den Bot von einer Tour abmeldet, erscheint das nur als Änderung im ursprünglichen Post. Aber wer scrollt schon einen Kilometer weit hoch, um zu prüfen, ob die Teilnehmerliste noch vollständig ist? Eben.
Die Lösung liegt auf der Hand: Jeder Teilnehmer muss eine Benachrichtigung bekommen, wenn sich jemand abmeldet. Das werde ich im Bot noch einbauen. Klaus hat direkt die passende Ergänzung: Man müsste die Absage erst mal genehmigen, und die Kosten dafür staffeln – je später, desto teurer. Wie bei Hotelstornierungen. Für jeden ein Bier zum Beispiel. Klingt fair.
Unterwegs: Blinker-Rätsel und gute Laune
Die Fahrt selbst ist entspannt und kurzweilig. Wir fahren über Land Richtung Küste und amüsieren uns unterwegs über die üblichen Verkehrsteilnehmer. Ein besonderes Highlight: Jemand blinkt rechts und biegt links ab. Ob der von der CDU ist? Klaus und Jacky sind begeistert.
Zwischendurch erinnert sich Klaus an eine Szene aus Schottland, als ihm auf dem Weg zur Fähre nach Fishnish fast Hoffe hinten reingefahren ist. An der Stelle fällt mir ein, dass das nächste Video schon wieder kein Schottland-Video wird. MV362 – ein weiterer Nicht-Schottland-Motovlog. Aber ein wichtiger, denn ich brauche den Test, wie das Mesh in der Aufnahme klingt.
Und dann sind wir endlich da. Jacky hat schon Handschuhe aus und die Jacke auf. Frank kommentiert den Geruch an der Küste. Es riecht nach Meer – oder wie Frank sagt: nach totem Wal. Welcher Wal? Tim? Willkommen an der Lübecker Bucht.
Die Linke zum Gruß,
Euer Fritze von Kradmelder24
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