Fritzes Neuer

Rechtzeitig zum neuen Staffelbeginn habe ich mir einen neuen Motorradhelm angeschafft, und es wurde ein Schuberth E2 Defender Red mit integriertem SC2 Intercom. Damit löst er meinen bisherigen E1 ab, der mir seit 2019 treue Dienste geleistet hat und mit einer Sena 10U ausgestattet war. Was sofort auffiel: Die Tonqualität über das Mesh hat sich mit dem neuen Helm und dem SC2 deutlich verbessert. Alle Mitfahrer im Mesh haben das direkt bestätigt – Spatzl meinte nur: „Ich wusste gar nicht, dass es so was gibt.“ Kaum macht man es richtig, schon klappt’s.

Natürlich konnte der Helm nicht so bleiben wie von Werk, und so habe ich ihn ein wenig individualisiert: das klare Visier wich einem gelb getönten, und das Kinnteil wurde mit einem Nasenspoiler ausgestattet. Den brauche ich, weil ich vorwiegend mit offenem Visier fahre und trotzdem die Windgeräusche fürs Vloggen weitgehend reduzieren möchte.

Naja und dann musste natürlich die Kamera an den Helm – da habe ich auf die bereits vom E1 altbekannte Montagetechnik zurückgegriffen: der Montageschuh stammt von Drift Innovations, und das Gelenk (zur Aufnahme der Kamera) von Sony. Zwischen Kamera und Mikrofon habe ich dann noch einen Attenuator geschaltet, um den Eingangspegel etwas zu dämpfen. Andernfalls übersteuert das Audio der Helmkamera, was die Aufnahme unbrauchbar macht.

Was dann allerdings folgte, war eine ziemliche Odyssee: Ich hatte zunächst das Motovlog-Mikrofon aus dem alten E1 in den neuen E2 umgebaut – und das Ergebnis klang furchtbar. Erst nach einigem Tüfteln stellte sich heraus, dass gar nicht das Mikrofon das Problem war, sondern die externe Stromversorgung des Sena Spider RT über das Bordnetz. Die nicht mehr optimal entstörte Lichtmaschine meiner 20 Jahre alten BMW übertrug Störungen direkt übers USB-Kabel ins Aufnahmegerät – das Resultat war ein unerträgliches Rauschen und Knistern auf dem gesamten Mesh-Audio. Die Lösung: eine separate Powerbank statt der Bordsteckdose. Seitdem ist die Aufnahme sauber.

Bis dahin war es allerdings ein langer Weg. Spatzl hat diplomatisch von einem „dritten Versuch“ gesprochen – realistisch betrachtet war es eher der zwanzigste. Meine Stimmung war zwischendurch wirklich im Keller, weil ich befürchtet habe, das Audio-Setup bis zu den anstehenden Touren nicht mehr in den Griff zu bekommen. Umso größer war dann die Erleichterung, als bei der Testfahrt durch die Lüneburger Heide endlich alles zusammenspielte.

Die Linke zum Gruß,
Euer Fritze von Kradmelder24



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