Nach einem verregneten Freitag im Sellrain zeigt sich Tirol am Samstag von seiner besten Seite. Auf dem siebten Jahrestreffen des Team Kradmelder24 steht die Königsetappe an: zwölf Motorräder, vier Gruppen, eine Route über das Namlostal und das Hahntennjoch.
Los geht es im Sporthotel Antonie in Gries im Sellrain, wo wir seit vorgestern zu Gast sind. Senior-Chef Gerhard Denifle wünscht uns zum Abschied noch schönes Wetter „damit ihr eine schöne Tour machen könnt“ – ein Wunsch, der sich an diesem Tag erfüllen sollte. Der Freitag war komplett verregnet, weshalb wir mit der Hotelleitung kurzerhand unsere Touren getauscht haben: die flache Freitagstour ins Eng am Regentag, die anspruchsvollere Passtour am Samstag bei Sonne.
Die Fahrt führt zunächst vorbei an Innsbruck Richtung Namlostal. Schon auf dem Weg dorthin gibt es die ersten spektakulären Ausblicke auf Straßenabschnitte, die wir am Vortag bei strömendem Regen gemeistert haben – eine Passage, die wir bereits von unserer HUWILENO-Tour 2023 kennen. Von oben betrachtet sehen manche dieser Streckenabschnitte fast unfahrbar aus, bevor man selbst hindurchfährt und merkt, dass sie sich viel entspannter befahren lassen als gedacht.
Nach der Fahrt durchs Namlostal steht die Mittagspause an. Der Gasthof Jamdo erweist sich als idealer Einkehrschwung zum Abschluss dieses Streckenabschnitts – ausreichend Parkplätze für die gesamte Truppe inklusive der drei anderen Gruppen, die nach und nach eintreffen. Tirol hat kulinarisch einiges zu bieten, aber wer wie bei Pasta regelmäßig schwach wird, lässt die Speckknödelsuppe links liegen.

Gestärkt geht es weiter zum Hahntennjoch, für unser Team eine Premiere. Bei traumhaftem Wetter – deutlich besser als in den Jahren zuvor – geht es von der Passhöhe aus 1.894 Metern hinab Richtung Imst.
Nach dem gemeinsamen Tanken in Oetz geht die Fahrt weiter übers Sattele Richtung Kühtai. Ochsengarten liefert dabei nicht nur den passenden Ortsnamen, sondern auch eine schöne Kulisse: Kühe, die hier tatsächlich frei herumlaufen. Nach knapp 200 Kilometern und einer der schönsten Touren, die wir bislang auf einem TKM24-Jahrestreffen gefahren sind, erreichen wir wieder das Sporthotel Antonie.
Das war die Samstagstour der Gruppe Anton auf dem 26er Jahrestreffen. Die Videos der anderen Creator von diesem Jahrestreffen findet ihr in der zugehörigen Playlist auf unserem YouTube-Kanal.
Die Linke zum Gruß,
Euer Fritze von Kradmelder24
Mitwirkende und Teilnehmer

Langweilig wird es mit Achim nie. Bei der Kollegentruppe ist er Stammgast: die Frankentour nach Türkelstein in die Fränkische Schweiz, fünf Tage durch Oberfranken, Oberpfalz und Fichtelgebirge – Achim war mittendrin. Dass er sich dabei auffällig vorschriftskonform verhielt und Fritze und Spatzl sich brav hinter ihm einklemmten, sorgte für manche schmunzelnde Bemerkung im Vlog. Die Sachsentour nach Meißen mit anschließender Runde durch die Sächsische Schweiz und das Osterzgebirge gehörte genauso zum Programm wie die gemeinsame Fahrt zur Motovlogger-Jahreshauptversammlung nach Mossautal im Odenwald, wo er zusammen mit Fritze, Bulldog Gaz und Bloargh über die Autobahn gen Süden düste und am Ende Go-Kart-Rennen auf dem Odenwaldring fuhr.
Beim allerersten Teamkradmelder24-Community-Treffen im Harz war Achim Teil der Nordgruppe, die mit Fritze nach Darlingerode aufbrach, und gehörte zu den letzten, die am Ende noch da waren, als sich der Rest schon verabschiedet hatte. Das wurde zum Muster: ob Willebadessen, Aussig oder zuletzt Remagen – Achim ist bei der Direktion Nord gesetzt. Sein Talent, auch die ungewöhnlichsten Gesprächsthemen aus dem Ärmel zu schütteln, seine ungewöhnlichen Arbeitszeiten und die Sorgen mit den lieben Kollegen machen ihn zum perfekten Gegenpart für Fritzes Bruddlerei. Und wenn beim TKM24-25 im Ahrtal Gruppe Anton abrückt und für Achim und Kerstin vieles eine Premiere ist, dann zeigt das vor allem eines: bei Kradmelder24 wächst die Familie stetig weiter – und Achim ist ein fester Teil davon.
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Fritze ist der Mann hinter Kradmelder24 – Gründer, Fahrer, Filmemacher, Ton- und Kameramann, Cutter, Webmaster, Tourenplaner und notorischer Bruddler in Personalunion.
Seit MV001 „Benzingeruch!" im Jahr 2016 sitzt er auf seiner BMW R 1200 GS Adventure, die er liebevoll „die Dicke" nennt, und hat seitdem über 500 Motovlogs, Garagenvideos, Shorts und Specials produziert – komplett ohne Werbung, ohne Sponsoren, ohne Monetarisierung. Das ist kein Zufall, sondern Prinzip, denn bei Kradmelder24 geht es nicht ums Geld, sondern um die Sache: Motorradfahren mit Hirn. Und wenn Fritze eines kann, dann ist es, seinen Zuschauern während der Fahrt die Welt zu erklären – ob es um Lenkimpulse und Sicherheitslinien geht, um StVO-Paragrafen, Streckensperrungen, Bußgeldkataloge oder die Frage, warum Motorradfahrer eigentlich ständig Autos überholen.
Seine Touren lesen sich wie ein Atlas europäischer Motorradstraßen: mit Wolle über 6.100 Kilometer durch die Karpaten, mit Nobbe durch die norwegischen Fjorde, die Pyrenäen, Masuren, und quer durch Frankreich bis an den Atlantik. Mit Spatzl auf dem Sozius über Timmelsjoch, Jaufenpass und Transfăgărășan, mit Klaus und Jacky ein zweites Mal durch die Karpaten, mit acht Leuten nach Schottland – und dazwischen unzählige Wochenendtouren, Kollegenausflüge, Abstecher nach Pommern auf Großmutter Hedwigs Spuren und natürlich die jährlichen Community-Treffen des Teamkradmelder24, die er von Anfang an organisiert hat: vom ersten TKM24 im Harz über Willebadessen, Oberhof und Aussig bis nach Remagen ins Ahrtal. Was bei über 50 Teilnehmern an Logistik dahintersteckt, ahnt nur, wer selbst mal versucht hat, eine zwanzigköpfige Motorradkolonne durch den Thüringer Wald zu dirigieren. Fritze macht das mit einer Mischung aus militärischer Präzision und schwäbischer Gelassenheit – Direktion Nord rückt ab, Gruppe Anton formiert sich, und wehe, einer überholt den Tourguide.
Technisch ist er ein Tüftler vor dem Herrn: vom Garmin Montana, das regelmäßig einfror, über die Hassliebe zum Zumo XT, bis zum permanenten Kampf mit Ghost-Kameras, deren Akkus nie reichen. Gimbals, die nicht kooperieren, und Fernbedienungen, die den Geist aufgeben. Dass die Helmkamera in Schottland einen halben Tag lang schief hing und es erst beim Schneiden auffiel, ist absolut typisch.
Aber genau das macht Kradmelder24 aus: es ist echt, ungefiltert und meistens ziemlich lustig. Fritzes schwäbische Wurzeln brechen regelmäßig durch – sei es beim Fluchen über Baustellen, beim Fachsimpeln über Öl und Reifen oder beim Bestellen von Entrecôte in Südfrankreich. Und hinter dem Bruddler steckt einer, der seine Community zusammenhält, der Anfänger genauso ernst nimmt wie alte Hasen, der nach schweren Krankenhausaufenthalten wieder auf den Bock gestiegen ist und der nach jedem Saisonende schon die nächste große Tour plant. Denn wie heißt es so schön: nach der Tour ist vor der Tour.
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MacKlaus – so sein Spitzname, den er spätestens seit der Schottlandtour endgültig verdient hat – gehört zu den stillen Kräften bei Kradmelder24, die man erst richtig zu schätzen weiß, wenn man sieht, wo er überall dabei war. Seit Staffel 7 ist er fester Bestandteil der Truppe, und sein Einstieg war gleich standesgemäß: gemeinsam mit Fritze, Spatzl und Frank ging es nach Schneverdingen in die Lüneburger Heide, wo man bei kaltem Wind und geschlossenem Bauerncafé lernte, dass Tourenplanung und Realität nicht immer zusammenpassen. Von da an war Klaus bei den Tagestouren im Norden gesetzt – zur Doven Elbe, wo Wolle von seiner bevorstehenden Südamerika-Reise erzählte, durch Geesthacht mit Wolles Stadtführung vorbei an AKW Krümmel und der alten Pulverfabrik, und natürlich bei den Abotreffen: TKM24-22 in Oberhof durch den Thüringer Wald, TKM24-23 in Aussig durch die Böhmische Schweiz zur legendären Biker-Höhle Pekelné Doly und zuletzt TKM24-25 in Remagen durchs Ahrtal.
Bei der Direktion Nord gehört Klaus zum festen Stamm, und wenn Gruppe Anton abrückt, ist er mit dabei. Seinen großen Auftritt hatte Klaus aber bei der Karpatentour 2024: zusammen mit Jacky, Fritze und Spatzl ging es über 4.000 Kilometer von Olmütz durch die Hohe Tatra, quer durch Ungarn nach Siebenbürgen, über die Transfăgărășan und die Transalpina, durch die Apusen und die Cib-Schlucht, bei brütender Hitze durch die Puszta nach Budapest, und schließlich durch die Sudeten und das Riesengebirge zurück nach Deutschland. Dreizehn Etappen, unzählige Grenzübertritte, Dauerregen bei Olmütz, Bären auf der Transfogarasch, Mopped-Tetris vor einer Betonabsperrung und eine prähistorische Seilfähre über die Theiß – Klaus und Jacky haben das alles mitgemacht, ohne mit der Wimper zu zucken. Und als es 2025 mit acht Leuten nach Schottland ging, war Klaus selbstverständlich wieder am Start.
Wer so zuverlässig mitfährt, bei jedem Wetter die Laune hält und sich nahtlos in jede Gruppe einfügt, der braucht keine große Bühne – der ist einfach da, wenn's drauf ankommt. Und genau das macht MacKlaus aus.
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Sabrina – in der Community auch als Coco bekannt – ist nicht nur Motorradfahrerin, sondern auch vom Fach: aufgewachsen im Werdenfelser Land, hat sie Anfang der Neunziger eine Ausbildung zur Kfz-Mechanikerin abgeschlossen und 1999 in München ihren Meister als Kfz-Technikerin draufgesetzt. Seit den späten Neunzigern liegt ihr Schwerpunkt auf Motorrädern, seit 2019 speziell auf BMW – und mit Rennstreckenerfahrung sowie diversen Prototypenführerscheinen namhafter Automobilhersteller gehört sie zu denjenigen im TKM24-Universum, die nicht nur fahren, sondern auch wirklich wissen, was unter der Motorradverkleidung passiert. Auf ihrer eigenen Webseite schreibt sie über Elektrik, Fahrwerk, Reifen, Tuning und Umbauten – wer technische Fragen hat, ist bei ihr an der richtigen Adresse.
Bei Kradmelder24 trat Sabrina erstmals beim TKM24-22 in Oberhof in Erscheinung, wo Fritze die Gruppen durch den Thüringer Wald und über die Rhön zur Wasserkuppe führte. Richtig im Rampenlicht stand sie dann in Staffel 8, als sie zusammen mit Rolf in Oberammergau die Tourführung übernahm und Fritze und Spatzl eine Tagestour bescherte, die es in sich hatte: vom Plansee durchs Namlostal, übers Hahntennjoch ins Inntal, hinauf aufs Kühtai und durchs Sellraintal Richtung Innsbruck. Dass Sabrina und Rolf dabei vorneweg fuhren, war kein Zufall – wer sich in den Tiroler Alpen so gut auskennt und dabei noch locker über 95-dB-Sperrungen, Youtube-Werbung und den Schilderwahn im Sellrain philosophieren kann, der ist als Tourguide genau richtig. Auf der Melkalpe gab es eine Mittagspause, am Hahntennjoch ein stilles Gedenken an eine zurückliegende Tragödie – und zwischendurch jede Menge Spaß.
Sabrina bringt in die Kradmelder24-Welt etwas mit, das man nicht oft findet: echte Schrauberkompetenz gepaart mit Fahrfreude und der Gelassenheit einer Frau, die Motorräder nicht nur liebt, sondern sie auch zerlegen und wieder zusammenbauen kann.
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Danach ging es Schlag auf Schlag: Abotreffen im Harz, Tagestouren an die Ostsee und durchs Ammerland, Fellows Ride in Wolfsburg, Sachsentour nach Meißen, Pommerntour auf Hedwigs Spuren – Spatzl war überall dabei. Und als hätte sie es beweisen wollen, dass sie auch echte Bergluft verträgt, stand sie mit Fritze auf dem Timmelsjoch, dem Jaufenpass, dem Kühtai, dem Hahntennjoch und dem Furkajoch. Dass die Auffahrt über die steilen Serpentinen von Stuls bei ihr nicht gerade Begeisterungsstürme auslöste, sei hier am Rande erwähnt – aber oben angekommen war alles vergessen. Die Karpatentour 2024 mit Klaus und Jacky war dann das ganz große Kino: über 4.000 Kilometer von Olmütz durch die Hohe Tatra, quer durch Siebenbürgen, über die Transfăgărășan und die Transalpina, durch die Apusen nach Budapest und durch die Sudeten zurück. Und als hätte das nicht gereicht, ging es 2025 mit acht Leuten nach Schottland – inklusive Linksverkehr, Kreiseln in Ipswich, 20-Prozent-Steigungen im Lake District und dem legendären Satz „Ich dachte, wir kommen nie über den Kreisel."
Zwischendurch mussten die beiden eine schwere Zeit überstehen: Krankenhausaufenthalte, monatelange Zwangspause, und die bange Frage, ob es mit dem Motorradfahren überhaupt weitergehen kann. Es ging weiter. Spatzl kommentiert, brummt, lacht und schweigt von hinten mit – und genau das macht die Kradmelder24-Vlogs so besonders. Sie ist der ruhige Gegenpol zu Fritzes Bruddlerei, die Stimme der Vernunft, wenn es mal wieder steil oder eng wird, und gleichzeitig diejenige, die mit ihren neuen Fußrasten und der Topcase-Rückenlehne beweist, dass Komfort auf dem Sozius kein Luxus, sondern Überlebensstrategie ist.
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Ja und dann hat Sven natürlich die wohl wichtigste Aufgabe von allen: er zählt die Tage und Stunden bis zum nächsten TKM24-Treffen runter und sagt uns allen, wie lange wir noch warten müssen.
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