Auf dem Weg von Bistritz nach Hermannstadt geht es der Länge nach von Nord nach Süd durch das historische Siebenbürgen, wo man von den Hauptstraßen immer mal wieder runter auf schmale Wege fährt, um einen Eindruck von den abgelegeneren Orten zu gewinnen.

Mitwirkende

Fritze ist der Mann hinter Kradmelder24 – Gründer, Fahrer, Filmemacher, Ton- und Kameramann, Cutter, Webmaster, Tourenplaner und notorischer Bruddler in Personalunion.
Seit MV001 „Benzingeruch!" im Jahr 2016 sitzt er auf seiner BMW R 1200 GS Adventure, die er liebevoll „die Dicke" nennt, und hat seitdem über 500 Motovlogs, Garagenvideos, Shorts und Specials produziert – komplett ohne Werbung, ohne Sponsoren, ohne Monetarisierung. Das ist kein Zufall, sondern Prinzip, denn bei Kradmelder24 geht es nicht ums Geld, sondern um die Sache: Motorradfahren mit Hirn. Und wenn Fritze eines kann, dann ist es, seinen Zuschauern während der Fahrt die Welt zu erklären – ob es um Lenkimpulse und Sicherheitslinien geht, um StVO-Paragrafen, Streckensperrungen, Bußgeldkataloge oder die Frage, warum Motorradfahrer eigentlich ständig Autos überholen.
Seine Touren lesen sich wie ein Atlas europäischer Motorradstraßen: mit Wolle über 6.100 Kilometer durch die Karpaten, mit Nobbe durch die norwegischen Fjorde, die Pyrenäen, Masuren, und quer durch Frankreich bis an den Atlantik. Mit Spatzl auf dem Sozius über Timmelsjoch, Jaufenpass und Transfăgărășan, mit Klaus und Jacky ein zweites Mal durch die Karpaten, mit acht Leuten nach Schottland – und dazwischen unzählige Wochenendtouren, Kollegenausflüge, Abstecher nach Pommern auf Großmutter Hedwigs Spuren und natürlich die jährlichen Community-Treffen des Teamkradmelder24, die er von Anfang an organisiert hat: vom ersten TKM24 im Harz über Willebadessen, Oberhof und Aussig bis nach Remagen ins Ahrtal. Was bei über 50 Teilnehmern an Logistik dahintersteckt, ahnt nur, wer selbst mal versucht hat, eine zwanzigköpfige Motorradkolonne durch den Thüringer Wald zu dirigieren. Fritze macht das mit einer Mischung aus militärischer Präzision und schwäbischer Gelassenheit – Direktion Nord rückt ab, Gruppe Anton formiert sich, und wehe, einer überholt den Tourguide.
Technisch ist er ein Tüftler vor dem Herrn: vom Garmin Montana, das regelmäßig einfror, über die Hassliebe zum Zumo XT, bis zum permanenten Kampf mit Ghost-Kameras, deren Akkus nie reichen. Gimbals, die nicht kooperieren, und Fernbedienungen, die den Geist aufgeben. Dass die Helmkamera in Schottland einen halben Tag lang schief hing und es erst beim Schneiden auffiel, ist absolut typisch.
Aber genau das macht Kradmelder24 aus: es ist echt, ungefiltert und meistens ziemlich lustig. Fritzes schwäbische Wurzeln brechen regelmäßig durch – sei es beim Fluchen über Baustellen, beim Fachsimpeln über Öl und Reifen oder beim Bestellen von Entrecôte in Südfrankreich. Und hinter dem Bruddler steckt einer, der seine Community zusammenhält, der Anfänger genauso ernst nimmt wie alte Hasen, der nach schweren Krankenhausaufenthalten wieder auf den Bock gestiegen ist und der nach jedem Saisonende schon die nächste große Tour plant. Denn wie heißt es so schön: nach der Tour ist vor der Tour.
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Danach ging es Schlag auf Schlag: Abotreffen im Harz, Tagestouren an die Ostsee und durchs Ammerland, Fellows Ride in Wolfsburg, Sachsentour nach Meißen, Pommerntour auf Hedwigs Spuren – Spatzl war überall dabei. Und als hätte sie es beweisen wollen, dass sie auch echte Bergluft verträgt, stand sie mit Fritze auf dem Timmelsjoch, dem Jaufenpass, dem Kühtai, dem Hahntennjoch und dem Furkajoch. Dass die Auffahrt über die steilen Serpentinen von Stuls bei ihr nicht gerade Begeisterungsstürme auslöste, sei hier am Rande erwähnt – aber oben angekommen war alles vergessen. Die Karpatentour 2024 mit Klaus und Jacky war dann das ganz große Kino: über 4.000 Kilometer von Olmütz durch die Hohe Tatra, quer durch Siebenbürgen, über die Transfăgărășan und die Transalpina, durch die Apusen nach Budapest und durch die Sudeten zurück. Und als hätte das nicht gereicht, ging es 2025 mit acht Leuten nach Schottland – inklusive Linksverkehr, Kreiseln in Ipswich, 20-Prozent-Steigungen im Lake District und dem legendären Satz „Ich dachte, wir kommen nie über den Kreisel."
Zwischendurch mussten die beiden eine schwere Zeit überstehen: Krankenhausaufenthalte, monatelange Zwangspause, und die bange Frage, ob es mit dem Motorradfahren überhaupt weitergehen kann. Es ging weiter. Spatzl kommentiert, brummt, lacht und schweigt von hinten mit – und genau das macht die Kradmelder24-Vlogs so besonders. Sie ist der ruhige Gegenpol zu Fritzes Bruddlerei, die Stimme der Vernunft, wenn es mal wieder steil oder eng wird, und gleichzeitig diejenige, die mit ihren neuen Fußrasten und der Topcase-Rückenlehne beweist, dass Komfort auf dem Sozius kein Luxus, sondern Überlebensstrategie ist.
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MacKlaus – so sein Spitzname, den er spätestens seit der Schottlandtour endgültig verdient hat – gehört zu den stillen Kräften bei Kradmelder24, die man erst richtig zu schätzen weiß, wenn man sieht, wo er überall dabei war. Seit Staffel 7 ist er fester Bestandteil der Truppe, und sein Einstieg war gleich standesgemäß: gemeinsam mit Fritze, Spatzl und Frank ging es nach Schneverdingen in die Lüneburger Heide, wo man bei kaltem Wind und geschlossenem Bauerncafé lernte, dass Tourenplanung und Realität nicht immer zusammenpassen. Von da an war Klaus bei den Tagestouren im Norden gesetzt – zur Doven Elbe, wo Wolle von seiner bevorstehenden Südamerika-Reise erzählte, durch Geesthacht mit Wolles Stadtführung vorbei an AKW Krümmel und der alten Pulverfabrik, und natürlich bei den Abotreffen: TKM24-22 in Oberhof durch den Thüringer Wald, TKM24-23 in Aussig durch die Böhmische Schweiz zur legendären Biker-Höhle Pekelné Doly und zuletzt TKM24-25 in Remagen durchs Ahrtal.
Bei der Direktion Nord gehört Klaus zum festen Stamm, und wenn Gruppe Anton abrückt, ist er mit dabei. Seinen großen Auftritt hatte Klaus aber bei der Karpatentour 2024: zusammen mit Jacky, Fritze und Spatzl ging es über 4.000 Kilometer von Olmütz durch die Hohe Tatra, quer durch Ungarn nach Siebenbürgen, über die Transfăgărășan und die Transalpina, durch die Apusen und die Cib-Schlucht, bei brütender Hitze durch die Puszta nach Budapest, und schließlich durch die Sudeten und das Riesengebirge zurück nach Deutschland. Dreizehn Etappen, unzählige Grenzübertritte, Dauerregen bei Olmütz, Bären auf der Transfogarasch, Mopped-Tetris vor einer Betonabsperrung und eine prähistorische Seilfähre über die Theiß – Klaus und Jacky haben das alles mitgemacht, ohne mit der Wimper zu zucken. Und als es 2025 mit acht Leuten nach Schottland ging, war Klaus selbstverständlich wieder am Start.
Wer so zuverlässig mitfährt, bei jedem Wetter die Laune hält und sich nahtlos in jede Gruppe einfügt, der braucht keine große Bühne – der ist einfach da, wenn's drauf ankommt. Und genau das macht MacKlaus aus.
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