Die besten Pläne oft ganz nebenbei – in unserem Fall wegen einer nagelneuen Couch beim Kaffee an unserer Frühstückstheke. Aber der Reihe nach.
Überraschungsbesuch bei Ralf und Elke
Wir sind heute mit dem Motorrad unterwegs in Wolfsburg Richtung Elm. Das Ziel: ein spontaner Überraschungsbesuch bei Ralf und Elke, die noch gar nichts von ihrem Glück ahnen. Mal sehen, ob sie das Glück auch dann noch so empfinden, wenn wir vor der Tür stehen. Nach gut zwei Stunden Fahrt und einer kurzen Kaffeepause geht es weiter – noch 56 Kilometer bis dahin.
Filmabende und das Stuhlproblem
Unterwegs erzählen wir euch, wie wir auf unser neues Reiseziel gekommen sind. Seit einiger Zeit schauen wir abends regelmäßig Filme – allerdings kein Fernsehen, sondern unsere eigene Sammlung. Ich habe über die Jahre sämtliche DVDs und Blu-Rays auf meinen Plex-Server übertragen, und da arbeiten wir uns jetzt durch.
Angefangen hat das noch auf unseren Schaukelstühlen mit „Die Zwei“, der Kult-Serie aus den 70ern mit Tony Curtis und Roger Moore. Von dort ging es nahtlos weiter zu den James-Bond-Filmen mit Roger Moore und anschließend auch allen anderen Bond-Filmen. Allerdings stellte sich dabei ein Problem heraus: Durch die Sitzposition in den Schaukelstühlen funktionier der Abfluss meines Stomas nicht richtig. Wenn man nach hinten kippt und die Oberschenkel hochkommen, fließt nichts vernünftig ab – hydraulische Gründe, sozusagen.
Von Schaukelstühlen zur Oma-und-Opa-Couch
Also haben wir wochenlang verschiedene Stühle hin- und hergeräumt, bis wir irgendwann gesagt haben: Wir brauchen was Neues. Einen passenden zweiten Sessel zum vorhandenen blauen haben wir nirgends mehr gefunden. Die Lösung: eine breite Zweier-Couch, genaugenommen eigentlich eine Dreier-Couch mit 1,75 Meter Sitzfläche. Eine echte Oma-und-Opa-Couch, wie Spatzl liebevoll sagt. Die Schaukelstühle stehen jetzt bei Kleinanzeigen.
Und auf dieser neuen Couch landeten wir dann bei „The Equalizer“ mit Denzel Washington – und damit bei der entscheidenden Wendung.
Von der Couch an die Amalfiküste
Den ersten Teil von The Equalizer fanden wir super, den zweiten nicht ganz so stark – aber der dritte hat es Spatzl richtig angetan. Und genau da passierte es: Heute Morgen beim Frühstück sagte sie, dass der Ort, in dem sich der Hauptcharakter im Film zur Ruhe setzt, doch ein wunderbares Ziel für eine Motorradtour wäre.
Im Film wird es als Sizilien dargestellt, aber ein kurzer Blick auf die Karte verriet: Der Drehort ist ein kleines Dorf an der Amalfiküste, südlich von Neapel, in der Nähe von Pompeji. Und damit war die Idee geboren.
Der Plan für 2027
Wir haben uns angeguckt, uns war sofort klar: Das machen wir. Die Route steht grob: Über die Alpen, entlang der italienischen Riviera, durch die Toskana runter Richtung Neapel und an die Amalfiküste. Von dort geht es rüber auf die Adriaseite nach Bari, mit der Fähre nach Dubrovnik und dann drüben auf der legendären Jadranska Magistrale – der kroatischen Adriaküstenstraße – wieder zurück nach Norden.

Der Zeitpunkt ist auch schon klar: Juni 2027. Denn da muss ich nicht mehr arbeiten gehen. Man muss eben Ziele haben, wie wir finden. Und im Juni umgehen wir die Hochsaison in Süditalien – im August und September braucht man da gar nicht erst hinzufahren.
Ein praktischer Vorteil kommt noch dazu: Unser TKM24-Treffen findet 2027 in Bad Soden-Salmünster statt. Von dort können wir gleich weiterfahren Richtung Süden und sparen uns gut 400 Kilometer Anreise.
Die Idee ist knackfrisch – heute Morgen beim Kaffee entstanden –, aber ziemlich konkret. Das nächste Mal werden wir darüber erst wieder reden, wenn es losgeht. Jetzt heißt es: planen, Abzeichen entwerfen und die elf Monate rumkriegen.
Die Linke zum Gruß,
Euer Fritze von Kradmelder24
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