Fritze

Fritze

Fritze

Chef im Planungsstab seit 2020

Bereiche:

PS-GfPS-M

Fritze ist der Mann hinter Kradmelder24 – Gründer, Fahrer, Filmemacher, Ton- und Kameramann, Cutter, Webmaster, Tourenplaner und notorischer Bruddler in Personalunion. Seit MV001 „Benzingeruch!" im Jahr 2016 sitzt er auf seiner BMW R 1200 GS Adventure, die er liebevoll „die Dicke" nennt, und hat seitdem über 500 Motovlogs, Garagenvideos, Shorts und Specials produziert – komplett ohne Werbung, ohne Sponsoren, ohne Monetarisierung. Das ist kein Zufall, sondern Prinzip, denn bei Kradmelder24 geht es nicht ums Geld, sondern um die Sache: Motorradfahren mit Hirn. Und wenn Fritze eines kann, dann ist es, seinen Zuschauern während der Fahrt die Welt zu erklären – ob es um Lenkimpulse und Sicherheitslinien geht, um StVO-Paragrafen, Streckensperrungen, Bußgeldkataloge oder die Frage, warum Motorradfahrer eigentlich ständig Autos überholen.

Seine Touren lesen sich wie ein Atlas europäischer Motorradstraßen: mit Wolle über 6.100 Kilometer durch die Karpaten, mit Nobbe durch die Pyrenäen und quer durch Frankreich bis an den Atlantik, mit Spatzl auf dem Sozius über Timmelsjoch, Jaufenpass und Transfăgărășan, mit Klaus und Jacky ein zweites Mal durch die Karpaten, mit acht Leuten nach Schottland – und dazwischen unzählige Wochenendtouren, Kollegenausflüge, Abstecher nach Pommern auf Großmutter Hedwigs Spuren und natürlich die jährlichen Community-Treffen des Teamkradmelder24, die er von Anfang an organisiert hat: vom ersten TKM24 im Harz über Willebadessen, Oberhof und Aussig bis nach Remagen ins Ahrtal. Was bei über 50 Teilnehmern an Logistik dahintersteckt, ahnt nur, wer selbst mal versucht hat, eine zwanzigköpfige Motorradkolonne durch den Thüringer Wald zu dirigieren. Fritze macht das mit einer Mischung aus militärischer Präzision und schwäbischer Gelassenheit – Direktion Nord rückt ab, Gruppe Anton formiert sich, und wehe, einer überholt den Tourguide.

Technisch ist er ein Tüftler vor dem Herrn: vom Garmin Montana, das regelmäßig einfriert, über den zumo XT, der „kolossal nervt", bis zum permanenten Kampf mit Ghost-Kameras, deren Akkus nie reichen, Gimbals, die nicht kooperieren, und Fernbedienungen, die den Geist aufgeben. Dass die Helmkamera in Schottland einen halben Tag lang schief hing und es erst beim Schneiden auffiel, ist absolut typisch. Aber genau das macht Kradmelder24 aus: es ist echt, ungefiltert und meistens ziemlich lustig. Fritzes schwäbische Wurzeln brechen regelmäßig durch – sei es beim Fluchen über Baustellen, beim Fachsimpeln über Öl und Reifen oder beim Bestellen von Entrecôte in Südfrankreich. Und hinter dem Bruddler steckt einer, der seine Community zusammenhält, der Anfänger genauso ernst nimmt wie alte Hasen, der nach schweren Krankenhausaufenthalten wieder auf den Bock gestiegen ist und der nach jedem Saisonende schon die nächste Tour plant. Denn wie heißt es so schön: nach der Tour ist vor der Tour.

Alle Episoden mit Fritze

Im Alptraumauto zum Mörder

Es gibt Urteile, da möchte man aufstehen und klatschen. Darf man aber nicht, wie der Vorsitzende Richter Norbert Winkelmann am gestrigen Dienstag im vollbesetzten Saal 1 des Stuttgarter Landgerichts unmissverständlich klarmachte, als Jubelrufe aus den Reihen der Angehörigen aufbrandeten: „Ich…

Agents & Outlaws #SCO25 Teil 7

Auf den Spuren von Rob Roy und James Bond durch die schottischen Highlands Nach zwei wohlverdienten Ruhetagen – einen davon mit einem Ausflug per Eisenbahn ins bezaubernde Oban – geht es in dieser Folge wieder auf die Motorräder. Und was…

Wo man an beim Tanken spart – und wo es sogar teurer wird

Gleicher Rohstoff, gleicher Weltmarkt, gleiche Krise – aber an der Zapfsäule entscheiden Steuerpolitik und Regulierung über bis zu 74 Cent Unterschied pro Liter. Deutschland ist unter seinen Nachbarn das drittteuerste Land – nur die Niederlande und Dänemark sind noch teurer. Wer als Motorradfahrer clever plant, kann pro Tour zweistellige Beträge sparen.

Abgezockt an der Zapfsäule

Was Motorradfahrer 2026 wirklich für ihren Sprit bezahlen – und wer daran verdient: 2,13 Euro pro Liter Super E10, obwohl das Rohöl genauso viel kostet wie 2012. Damals zahlten wir 1,59 Euro. Der Unterschied? 1,17 Euro pro Liter kassiert der Staat – Steuern auf Steuern. In den USA kostet derselbe Sprit umgerechnet 94 Cent. Faktor 8 bei den Abgaben. Ich habe die Zahlen zerlegt.

Glenfinnan & Glen Coe #SCO25 Teil 6

Tag sechs der Schottlandtour 2025, und heute steht ein echtes Highlight auf dem Programm: der Glenfinnan-Eisenbahnviadukt. Die meisten kennen ihn aus den Harry-Potter-Filmen, und wir wollen uns den Dampfzug „The Jacobite“ live ansehen, wie er über die berühmten 21 Bögen…

Motorradfahrer mit Topcase auf einer Landstraße im Alpenvorland, daneben ein Verbotsschild für Motorräder

Gegen übertriebenen Lärm – und Sippenhaft

Als ich den Beitrag zur Initiative gegen Motorradlärm las, konnte ich nicht einfach zum nächsten Thema übergehen. Denn so berechtigt das Anliegen ist, unnötigen Lärm zu reduzieren – was der Bundesrat hier vorschlägt, geht weit über das Ziel hinaus und…