Auf nach Tirol!

Erste Etappe geschafft. Sechs Maschinen, sieben Leute, ein Ziel: das TKM24-26 in Gries im Sellrain, mitten in Tirol. Mit dabei sind Frank, Bernd, André, Hans, Achim, Spatzl und ich. Zwei Tage Anfahrt sind eingeplant, heute steht die erste Übernachtung an: Bad Frankenhausen.

Losgegangen ist es über den Harz, die B4 quer durch, so wie wir es immer machen, wenn Zeit und Wochentag passen. Am Wochenende ist da nichts zu holen, Torfhaus ist dann komplett überlaufen. Unter der Woche dagegen meistens ein Traum. Diesmal mussten wir uns trotzdem mit den Sitzplätzen gedulden, angeblich sollte gleich ein Bus kommen. Der kam dann übrigens nie, nicht mal mit einer Stunde Verspätung.

Beim Blick aus dem Sattel wird schnell klar, wie sehr der Harz gelitten hat. Ganze Hänge stehen kahl, andere sehen aus wie eine Mondlandschaft. Fichtenmonokulturen, gepflanzt fürs Bauholz, haben dem Borkenkäfer und der Trockenheit wenig entgegenzusetzen. Ein Kanal ist kein Fluss, hat Frank dazu passend angemerkt, ein Forst eben auch kein Wald im eigentlichen Sinne. Seit über zwanzig Jahren fahre ich hier regelmäßig durch. So kahl wie jetzt war es noch nie.

Zwischendurch gab es noch einen kurzen Regenslalom, das Regenradar sah aus wie ein Flickenteppich. Am Ende hatten wir Glück und kamen bis Bad Frankenhausen trocken durch, die Mittagspause in Torfhaus war zufällig genau richtig geteimt.

Fritzes Motovlog 364: Auf nach Tirol! (Video auf Youtube)

Auf den letzten Kilometern vor der Unterkunft hat sich dann Franks Navi nochmal quergestellt. Statt weniger wurden die verbleibenden Kilometer eher mehr, und Frank sollte laut Anzeige noch über 900 Kilometer bis ans Ziel fahren. Grund war vermutlich die spontane Routenänderung hinter Braunschweig, wir waren dort bewusst rund zehn Kilometer parallel zur ursprünglichen Strecke gefahren, um Bad Harzburg und Torfhaus mitzunehmen. Sein Navi wollte davon nichts wissen und ständig zurück auf die Autobahn. Mein Fazit dazu: froh, dass ich von diesem Gerät weg bin.

Die erste Übernachtung führt uns zur Sennhütte, einer Waldgaststätte rund fünf Kilometer außerhalb von Bad Frankenhausen, mitten im Wald. Bei der Buchung hatte ich einen Punkt übersehen: Dienstags ist bei denen die Küche kalt — aber immerhin gab es Getränke. Rettung kam von Bernd mit der glorreichen Idee, kurzerhand beim Italiener anzurufen und um Lieferung zu bitten. Kurze Zeit später kam die Pizza tatsächlich mit der Ape angetuckert. Erste Etappe geschafft, und trotz kalter Küche keiner hungrig ins Bett.

Die Linke zum Gruß,
Euer Fritze von Kradmelder24

Mitwirkende
Fritze
Fritze
Spatzl
Spatzl
Frank
Frank
Bernd K.
Bernd K.
André W.
André W.
Hans
Hans
Achim
Achim

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FAQ zum Thema Motovlog
Was ist ein Motovlog?
Ein Motovlog (kurz für Motorcycle Videoblog) ist ein Videotagebuch, das während einer Motorradfahrt aufgenommen wird. Die Kamera ist dabei meist am Helm oder Motorrad befestigt. Der Fahrer kommentiert das Geschehen live – über Verkehr, Strecke, Erlebnisse oder Technik.
Wer ist der größte deutsche Motovlogger?
Nach reiner Abonnentenzahl führt Moji mit rund 1,3 Millionen Abonnenten, gefolgt von Blackout (Sören, ~800.000) und Kuhlewu (Chris, ~650.000). Diese drei dominieren die deutschsprachige Motovlog-Szene auf YouTube klar. Doch Reichweite und Qualität sind zweierlei. Viele der reichweitenstärksten Kanäle leben von Überholmanövern am Limit, riskanten Schikanen und dem Nervenkitzel knapper Situationen – das zieht Klicks, setzt aber gefährliche Maßstäbe. Kanäle, die Motorradfahren mit Hirn zeigen, moderates Tempo, vorausschauendes Fahren und echte Reiseerlebnisse statt Adrenalinjunkies – wachsen langsamer, weil der Algorithmus nur Eskalation belohnt. KRADMELDER24 gehört bewusst zu dieser leisen Mehrheit: über 400 Folgen seit 2015, kein einziger Stunt, dafür jede Menge Europa, Reisen und Humor.
Was braucht man zum Motovloggen?
Um mit dem Motovloggen zu beginnen, benötigst Du die richtige Ausrüstung und eine klare Vorstellung von Deinen Inhalten. Die Grundausstattung umfasst eine Kamera, eine Halterung und ein Mikrofon im Helm. Plane Deine Aufnahmen, um eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Verwende eine Videobearbeitungssoftware, um Clips zu schneiden, Musik hinzuzufügen und den Ton zu optimieren. Veröffentliche Deine Vlogs regelmäßig auf einer Plattform Deiner Wahl, wie z.B. YouTube, und interagiere mit Deiner Community. Überlege, welche Art von Inhalten Du teilen möchtest (z.B. Touren, Reparaturanleitungen, Produkttests) und wen Du damit erreichen willst. Authentizität ist dabei entscheidend.
Wieviel verdient ein Motovlogger?
YouTube-Einnahmen funktionieren über Google AdSense: YouTube schaltet vor oder während eines Videos Werbung und zahlt dem Kanal einen Anteil – aber nur dann, wenn die Werbung tatsächlich angeschaut wird. Wer den Skip-Button drückt oder einen Adblocker nutzt, bringt dem Kanal nichts. Die Kennzahl dafür heißt RPM (Revenue per Mille) – der Verdienst pro 1.000 tatsächlich gesehener Aufrufe. Im Motovlog-Bereich liegt der RPM typischerweise zwischen 1,50 € und 4,00 €. Ein Kanal mit 500.000 Abonnenten erzielt bei einem Video mit 200.000 Aufrufen und einem RPM von 2,50 € rund 500 € pro Video. Bei zwei Videos pro Monat wären das etwa 1.000 € – vor Steuer, vor YouTube-Anteil (30 %), und nur solange die Zuschauer die Werbung nicht wegklicken. Ein Kanal mit 5.000 Abonnenten kommt bei realistischen 2.000 Aufrufen pro Video und demselben RPM auf gerade mal 5 € pro Video. Im Monat also vielleicht 10 € – ein Betrag, der die Serverkosten kaum deckt. KRADMELDER24 hat sich mit rund 6.500 Abonnenten bewusst gegen die Monetarisierung entschieden. Die Werbeeinnahmen wären bei dieser Reichweite so gering, dass sie in keinem Verhältnis dazu stehen würden, die Zuschauer mit Werbeunterbrechungen zu nerven.
Brauche ich eine Genehmigung zum Motovloggen?
In Deutschland ist das Filmen im öffentlichen Straßenverkehr für den Privatgebrauch grundsätzlich erlaubt. Für die Veröffentlichung gelten jedoch das Datenschutzrecht (DSGVO) und das Recht am eigenen Bild – erkennbare Personen oder Kennzeichen sollten unkenntlich gemacht werden. Keine Rechtsberatung! Bei Unsicherheit bitte anwaltlich klären!
Wie fange ich mit dem Motovloggen an?
Einfach anfangen: eine günstige Action-Kamera besorgen, am Helm befestigen und losfahren. Für den Ton empfiehlt sich ein Lavalier-Mikrofon im Helm. Zum Schneiden eignet sich kostenloses Software wie DaVinci Resolve. Wichtiger als perfekte Technik ist ein authentischer, persönlicher Stil.
Muss ich meine YouTube-Einnahmen versteuern?
Ja – als YouTuber in Deutschland bist du grundsätzlich steuerpflichtig, sobald du regelmäßige Einnahmen mit Gewinnerzielungsabsicht erzielst. Der Grundfreibetrag lag 2025 bei ca. 12.096 Euro pro Jahr – das entspricht etwa 1.000 Euro Gewinn im Monat. Nebenberuflich sind Gewinne bis zu 410 Euro pro Jahr steuerfrei. Bei mehr als 820 Euro im Jahr besteht eine Erklärungspflicht. Gewerbesteuer fällt erst ab 24.500 Euro Jahresgewinn an, Umsatzsteuer bei über 22.000 Euro Umsatz im Vorjahr (ohne Kleinunternehmerregelung). Zu den steuerpflichtigen Einnahmen zählen nicht nur AdSense-Werbeeinnahmen, sondern auch Sponsoring, Affiliate-Links, Merch-Verkäufe und der Wert von erhaltenen Gratisprodukten (ab 10 Euro Wert). Dies ist keine Steuerberatung! Bei konkreten Fragen bitte einen Steuerberater hinzuziehen.

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