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Epidemic Sound hatte bisher auf dem Kradmelder24-Kanal für Musik gesorgt, aber das ist jetzt vorbei. Keine dramatische Geschichte: Die Tracks, die ich für meine Motovlogs benutze, laufen gleichzeitig auf vielen anderen Kanälen. Musik von Epidemic Sound ist nun mal kein Alleinstellungsmerkmal. Die Idee hingegen, eigene Musik zu produzieren, geisterte schon länger in mir herum — war aber eigentlich immer eine Utopie — jedoch: solche Ideen schieben sich so lange von alleine vor sich her, bis etwas sie aufhält. Was sie aufgehalten hat, war Suno.
Suno hatte ich früher schon mal kurz angeklickt. Was dabei rauskam, konnte man gleich wieder vergessen. Aber seit Version 5.5 ist das anders, und zwar gut genug, um in einem kurzen Test und zwei Wochen Arbeit aus meinen Texten am Ende ein komplettes Album mit sechzehn wirklich tollen Songs werden zu lassen. Die Texte sind alle manuell entstanden und im Dialog mit Claude optimiert. ABAB-Reimschema, klassische Songstruktur. Suno kann zwar auch selbst texten, aber für mich klingt das komisch, irgendwie nach Karaoke. Das war also keine Option. Suno generiert pro Song zwei Varianten, die bessere gewinnt. War das dann auch, was ich wollte? Manchmal ja, manchmal erst nach einem dutzend Versuchen.
Was das Motorcycle Album „What I Never Said“ schließlich geworden ist, hatte ich am Anfang nicht geplant. Es ist besser geworden als erwartet (auch wenn sich das abwertend anhört), und es ist persönlicher geworden als beabsichtigt: Sechzehn Songs, über eine Stunde richtig gute Musik (findet auch Spatzl), zwei Wochen Arbeit. Und wer beim Hören kurz einen Kloß im Hals spürt, weiß ungefähr, an welcher Stelle wir gleichzeitig schlucken.





