Roads To Siberia, Tag 60

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Dienstag, 28. Juli 2015

Heute sollen unsere Ladies neue Schuhe bekommen, sprich ein paar grobe Stollen für die BAM. Thom und ich haben uns für hinten den Michelin Desert Race und für vorne den T63 ausgesucht, John wird seine mitgebrachten TKC 80 aufziehen.

Doch erst einmal wird gefrühstückt. Leider wird das Vergnügen durch die unglaublich ekligen Tischsitten einiger Chinesen getrübt. Schon merkwürdig das, wo wir doch in deren Augen die Barbaren sind. Schon in der Pamir-Lodge fielen uns ein paar Chinesen negativ auf, weil sie alles ohne zu Fragen angrabbeln und daran rumspielen. Dazu ständig das Gespucke und überhaupt. Nun denn, wir haben das Beste draus gemacht.

Nach dem Frühstück sind wir erst einmal zum Shop gefahren, wo unsere Reifen lagern sollen. Wir hatten dort 3 Shops zur Auswahl und nach kurzem Umherirren haben wir den richtigen Laden ausgemacht. Unsere Reifen waren dort, soweit so gut, nur aufziehen ging dort nicht, weil eben nur ein Shop. Bezahlen war auch etwas kompliziert, weil trotz Werbung für Visa und Mastercard wollte er Bargeld haben. Also noch schnell einen Bankomat suchen und plündern. Danach die Reifen aufs Mopped packen und los geht zur Schinomontasch. Dort brauchten wir nur 10 Minuten warten und schon gings los. Die Jungs dort wussten genau was zu tun ist, daher konnten wir ganz entspannt dem Betrieb zusehen.

Bei Thom waren ein paar Speichen locker, was schnell geändert wurde, dazu dann in der Felgenmitte noch etwas Panzertape zum Schutz des Schlauches und ruckzuck waren die Reifen montiert. Während ich warten musste, habe ich ein bisschen am Mopped geschraubt und ein paar Kleinigkeiten gefixt. Als ich dann starten wollte, ging plötzlich nichts mehr, sprich: keine Zündung. Ein kurzer Check zeigte, dass die Kabel am Zündschloss abvibriert waren. An sich kein Problem, nur waren die Kabel zu kurz, um sie wieder am Zündschloss anzubringen, also kurz überlegt und dann den Schalter vom LED-Fluter missbraucht als Zündschalter. Zum Glück waren es nur zwei Kabel, insofern alles gut.

Dann ging es zurück zum Hotel, und das Erfreuliche war, dass sich die neuen Reifen vom ersten Meter an richtig gut anfühlten. Anscheinend haben wir die richtige Wahl getroffen! Dann haben wir noch ein paar weitere Kleinigkeiten an den Bikes erledigt, bevor es dann nach einer Dusche in ein Restaurant ging.

Da es mir wieder einigermaßen gut ging, habe ich das Essen und das Bier sowie die Aussicht auf ein paar wirklich nette Legs genossen. Nach dem Essen ging es zurück ins Hotel, wo ich dann den Blog ein bisschen aktualisiert habe, und dann war es auch schon wieder Zeit für das Bett. Hier noch ein bisschen Kultur:

 

Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.