Roads To Siberia, Tag 57

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Samstag, 25. Juli 2015

Weiter geht’s, auf nach Dharkhan, der letzten Station in der Mongolei. Allerdings wollen wir noch ein buddhistisches Kloster besuchen, was gut 30 km abseits der Straße liegt. Doch zunächst gibt es Frühstück: Milchreis, etwas Brot und heißes Wasser, das ein bisschen nach Tee schmeckt. Dann bietet uns der Hausherr eine Art Instant Kaffee an, was uns dazu bringt, unseren Mac-Kaffee zu holen, der dann von allen mit Freude angenommen wird.

Überall sind wir eine Attraktion. (wk)

Dann will Thom bezahlen, fällt aber aus allen Wolken, weil wir plötzlich deutlich mehr bezahlen sollen als gestern noch angekündigt. Zähneknirschend wird bezahlt, und wir machen uns dann fertig. In Erdenet tanken wir dann und suchen einen Supermarkt auf, weil wir unsere Vorräte auffrischen wollen. Zum Glück gabs da auch ein paar kleine Stände mit Essen, was wir dann auch ausnutzten und ein richtiges Frühstück zu uns nahmen. Und weil wir mal wieder sowas wie eine kleine Sensation sind, darf natürlich das obligate Erinnerungsfoto nicht fehlen.

Leider haben Klaus und ich uns wieder verpasst, er hat in Erdenet ein Hotel genommen, während wir im Camp waren. Ist schon manchmal verrückt. Dann geht es weiter Richtung Kloster. Die Piste dorthin ist mal wieder richtig offroad, allerdings sind Thom und ich irgendwie unkonzentriert, so geht es bei uns relativ langsam voran, während John mit gutem Speed voraus fährt. Am Kloster parken wir die Moppeds und gehen rein. Ein wirklich prachtvolles Kloster, besonders die Malereien und Götterfiguren machen richtig Eindruck. Im Hauptgebäude dürfen wir als Ausländer Eintrittsgeld abdrücken, was ich als okay empfinde. Ein paar junge Mönche, oder wie soll ich sagen, Mönchslehrlinge drücken sich herum und passen wohl auf uns Touristen auf.

Wieder zurück bei den Motorrädern kommt uns eine Touristengruppe entgegen, die uns gute Fahrt wünschen. Es geht zurück zur Hauptstraße, diesmal sind Thom und ich gut drauf, und wir geben ordentlich Gas und fliegen über die Piste.

Diesmal bleibt John deutlich hinter uns. Dann geht es auf der Hauptstraße weiter Richtung Dharkhan, unserem Tagesziel. Es sind noch ein paar kleinere Pässe zu queren, wo wir feststellen, dass die Mongolen zwar auf den Pisten wie die Henker unterwegs sind, aber Asphalt, Passstraßen und Kurven nicht wirklich fahren können. Wie dem auch sei, wir erreichen unser Ziel, was sich als große und erste Industriestadt entpuppt, die wir in der Mongolei sehen.

Schnell finden wir ein Hotel und genießen eine heiße Dusche. Danach gehen wir erst einmal auf Restaurantsuche, entscheiden uns dann aber doch für das Hotelrestaurant, weil keine Alternative in fußläufiger Entfernung zu finden ist. Nach dem lecker Essen geht’s dann gegen elf Uhr zu Bett.

Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.
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