Roads To Siberia, Tag 45

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Montag, 13. Juli 2015

Nach unserem gewohnten Frühstück, Kaffee, Kekse und eine Zigarette ging es los. Erst einmal tanken, einkaufen und den Bankomat ausräumen, dann auf die Straße nach Kosch Agach. Überwiegend in gutem Zustand und mal wieder schöne Kurven durch eine wunderschöne Landschaft. Dabei wurde es langsam etwas karger, und kurz vor Kosch Agach öffnete sich ein weites Tal, das schon ein bisschen nach Mongolei aussah. Kurz zuvor trafen wir mal wieder auf Juha, den verrückten Finnen.

Er kam gerade aus Kosch Agach und erzählte uns, dass die Grenze zur Mongolei wegen des Naadam-Festivals noch bis einschließlich 15. Juli geschlossen ist und er sich deswegen noch ein wenig im Altai umsehen wollte. Wir empfahlen ihm, sich mal den Teletskoje-See anzugucken. Noch ein wenig Informationen ausgetauscht und wir zogen los. In Kosch Agach gings zur Kommandatura vom FSB. Wir mussten zwar vor dem Tor warten, aber es kamen zwei Leute heraus, die uns leider mitteilten, dass wir hier keinen Propusk für das Ukok-Plateau bekommen können, sondern nur in Gorno Altaysk – was dann zwischen 9 und 16 Tagen dauern könnte. Das war keine Option für uns, erst einmal wegen der Wartezeit, sondern auch weil es knapp 1000 km sinnloses Kilometerkloppen bedeuten würde.

Erst einmal waren wir ziemlich enttäuscht, doch sagten wir uns, es ist wie es ist, und fügten uns in unser Schicksal. Außerdem haben wir heute Halbzeit zu feiern und John stößt wieder zu uns. Also machten wir uns auf, eine Bleibe für die nächsten drei Nächte zu suchen. Das erste Hotel war anscheinend belegt, aber wir fanden eine nette Gostiniza, also zugeschlagen und ein Einzel- und ein Doppelzimmer belegt. Und die Kräder durften wir auf dem Hof abstellen. Alles gut!

Danach gingen wir essen, und anschließend kauften wir ein bisschen ein: Nudeln, Soße, Bier, Brot, Marmelade und ein paar kleine Naschereien für den Abend. Danach gab es einen kurzen Mittagsschlaf und anschließend Kaffee und Kekse. So gegen Fünf tauchte dann John auf und wir waren wieder Komplett. John hatte zur Freude von Thom den Kettensatz aus Almaty mitgebracht. Wir tauschten die Erlebnisse der letzten Tage aus und fingen dann damit an, unser Abendessen zuzubereiten. Es gab Nudeln mit einer roten Soße und Reis. Nicht perfekt aber es hat uns geschmeckt, zumal es danach noch lecker Bier gab. Nachdem wir das Bier ausgetrunken hatten ging es dann gegen halb Elf zu Bett.

Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.
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