Roads To Siberia, Tag 39

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Dienstag, 7. Juli 2015

Nach einem gemeinsamen Frühstück trennten wir uns von Jean und Christian, die beide nach Barnaul wollten, während wir über kleine Nebensträßchen tiefer in den Altai eindringen werden. Ein kurzer Abschied, und wir zogen los.

Noch schnell Benzin nachgefüllt und schon waren wir aus der Stadt hinaus. Zunächst auf glattem Asphalt, aber dann bogen wir links ab, und es kam eine schön zu fahrende Schotterpiste, die uns an kleinen Dörfern und bewirtschafteten Feldern durch leichtes Hügelland führte. Dann trafen wir wieder auf Asphalt und konnten uns etwas entspannter der vorbeiziehenden Landschaft widmen. Die kleinen malerischen Dörfer haben es uns angetan, im Gegensatz zu den Stans legen die Russen doch mehr Wert auf das Aussehen und den Zustand der Häuschen, insgesamt ist hier alles viel freundlicher und farbenfroher.

Zum Mittag holten wir uns Wurst, Brot und eine einheimische Kirsch-Kola. An einem windgeschützten Plätzchen hielten wir an und machten Pause. Die Kola war schon strange, aber egal, das ging schon.

Ich machte noch ein kurzes Nickerchen im Gras, und so nach einer Stunde ging es weiter. Da wir gut in der Zeit lagen, entscheiden wir nach dem Tanken einfach weiter Richtung Ust Kan zu fahren, und je nach Lage zu kampieren oder ein Hotel zu nehmen.

Die Straße war dann ein echtes Highlight, eine gut befahrbare Piste, die uns in die Vorberge des Altai führte, herrlich bergauf und bergab durch eine wundervolle Landschaft, teils bewaldet, teils als Weideland genutzt. Zuerst dachte ich, wo uns wohl diese Piste hin führt, als aber immer wieder kleinere und größere Dörfer am Wegesrand auftauchten, war ich beruhigt. Ein paar kürzere Strecken Asphalt taten dem Fahrspaß keinen Abbruch, und so gegen fünf Uhr tauchte am Wegesrand eine feine kleine und vielversprechend aussehende Hotelanlage auf. Also runter von der Straße und die Sache in Augenschein nehmen. In der Tat, eine feine kleine Anlage. Wir entschieden uns letztlich für zwei einfache Zimmer und eine Gemeinschaftsdusche. Ein perfekter Tag eben.

Schnell duschen, umziehen und dann die Pflicht erfüllen, sprich zumindest den Bericht über die letzten vier Tage schreiben. Dann gab es Abendessen. Die Kartoffeln hätten gern etwas heißer sein können, aber sonst war alles okay. Anschließend noch etwas sitzen und den Tag Revue passieren lassen, und dann husch unter die warme Bettdecken kuscheln.

Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.
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