Karpaten-Tour 2017, Tag 9

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Sonntag, 03.09.17 Baile Herculane – Cerna Sat – Cernastausee – Campu lui Neag – Lupeni – Vulcan – Petrosani (140 km)

Heute war nur eine kurze Etappe von 140 km geplant. Hört sich erst einmal nach wenig an, aber es geht durch das Cernatal, ca. 60 km davon sind Piste, teilweise noch mit Resten des ehemaligen Asphalt- bzw. Betonbelags, jedoch ab der Staumauer des Cernastausees nur noch eine Naturstraße, aber die hatte es dann in sich, wie wir rausfinden durften!

Wir haben die Wecker auf acht Uhr gestellt und sind dann langsam hoch. Unsere Wirtin hat sich dann unverhofft bereiterklärt, uns ein Frühstück zu machen (eigentlich Übernachtung ohne Frühstück), was super lecker war. Es gab ein Omelett mit scharfer Salami und Schinken, dazu Weißbrot und Marmelade und Kaffee. Uns hat’s super geschmeckt, und es war genau die richtige Grundlage für die Strecke nachher.

Wunderschöne Cernaschlucht. Dort unten geht es entlang.
Wunderschöne Cernaschlucht. Dort unten geht es entlang.

Nach dem Frühstück gings ans Packen und dann die Moppeds auf dem engen Grundstück umdrehen und über die Bordsteinkante bringen. Auch das hat gut geklappt.

Dann gings los, zunächst ein Stück durch Baile Herculane, zu deutsch Herkulesbad, und dann rechts auf die DN67D, der Cerna entlang. Zunächst auf gut ausgebauter Fahrbahn entlang, vorbei an vielen Themalbadestellen, die trotz der „frühen“ Stunde schon gut besucht waren.

Kurz vor der DN66A ins wilde Cernatal.
Kurz vor der DN66A ins wilde Cernatal.

Nach gut 20 Kilometern zweigte die „gute“ Straße rechts in Richtung Targu Jiu ab und wir sind dann nach rechts auf der DN66A weiter gefahren. Bis zum Örtchen Cerna Sat war es noch ein entspanntes Fahren, zwar gab es einige Schlaglöcher, aber das war nicht weiter dramatisch.

Nach dem Dörfchen wechselte der Belag auf Betonplatten, die allerdings ziemlich kaputtgefahren waren. Der Tanz begann und unsere Geschwindigkeit sank deutlich. Dafür entschädigte uns die wilde Landschaft im Tal. Zwar nicht so schroffe Felsen wie z.B. die Gorges du Cyan in Frankreich und auch nicht diese Farbe, aber dafür bewaldet, unterbrochen von Almen und ab und an kleinen Feldern. Dazu immer wieder kleine Weiler, die nicht in der Karte verzeichnet sind und natürlich überall Spuren der Holzwirtschaft, die hier ja eine große Rolle spielt. Dazu natürlich auch die entsprechenden Maschinen am Straßenrand, es war ja Sonntag.

Am Cernastausee.
Am Cernastausee.

Langsam und stetig ging es bergauf, die Serpentinen waren an sich nicht schwierig zu fahren, aber der aufgerissene Betonbelag veranlasste uns zu vorsichtiger Fahrweise. Erstes Etappenziel war der Stausee, zu dessen Errichtung die Straße wohl einst gebaut wurde. Keine spektakuläre Staumauer wie manchmal in den Alpen, sondern ein aufgeschütteter Naturdamm mit einer wasserseitigen Verkleidung aus Beton.

Bis zu diesem Schild ging es noch. Dahinter wird es happig.
Bis zu diesem Schild ging es noch. Dahinter wird es happig für unsere Dicken.

Auf Höhe der Staumauer machten wir dann eine Pause. Eine rumänische Familie war ebenfalls hier oben und machte ein Picknick. Auf meine Frage nach dem Zustand der weiteren Strecke sagte der Mann, dass sie ziemlich schlecht sei, mit PKW absolut nicht passierbar aber mit Motorrädern könnte es gehen. Ein an der Straßenseite stehendes Schild zeigte dies auch ziemlich deutlich. Aber genau deswegen waren wir ja auch hier!

Die weitere Strecke erwies sich dann auch als ziemlich schwierig, sprich: sehr wellig, eher weicher Untergrund, teilweise zerfurcht vom schweren Forstgerät und mit ziemlich engen und manchmal sehr steilen Kehren. Streckenweise fühlte ich mich an die BAM erinnert und hätte mir jetzt die leichte XChallenge herbeigewünscht.

Aber unsere Dickschiffe haben sich langsam und stetig über diese anspruchsvolle Piste gewühlt. Wobei wir auch ein gewisses Quäntchen Glück hatten. Das Wasser vom gestrigen Regenguss konnte gut ablaufen und der Boden hat das Wasser gut aufgesogen. Immerhin hat es dafür nicht gestaubt!

Schild am Cernastausee.
Schild am Cernastausee.

Im weiteren Verlauf der Strecke wurde es immer wilder und abenteuerlicher, es wirkte ein bisschen wie im Urwald und jeden Moment hätte Meister Petz um die Ecke kommen können, so abgelegen hat die Gegend auf uns gewirkt. Leider konnten wir die Landschaft nicht mehr so genießen, denn die Piste forderte immer mehr Aufmerksamkeit.

Zeitweise ging es nur noch im ersten Gang vorwärts, schließlich sind unsere Moppeds keine leichten „Bergziegen“ und wir sind ja mit reichlich Gepäck unterwegs. Nach einem kurzen Abstieg kamen wir an eine Weggabelung und waren etwas unsicher, welchen Weg wir wählen sollten, aber der abzweigende Weg erschien uns als zu steil und es war die richtige Wahl, ein paar Kilometer später stand ein Wegweiser nach Petrosani, unserem Tagesziel oder besser gesagt zum Ende des Tales.

Wir sind auf dem richtigen Weg. Hinter uns liegt Herkulesbad.
Wir sind auf dem richtigen Weg. Hinter uns liegt Herkulesbad.

Nun wurde die Piste felsiger, und damit schwieriger zu fahren, weil immer wieder lose Steine im Weg lagen und einige höhere Absätze in der Fahrbahn zu erklimmen waren. Es war schon ein bisschen unheimlich, inmitten von Europa in einem so abgelegenen Gebiet unterwegs zu sein. Mein Navi mit der Karte von 2014 war längst auf Offroad umgestiegen, Fritzes Montana mit der 2017er Karte verlor zwar manchmal die Contenance, sprich Verbindung zu den Satelliten wegen der teilweise engen Schlucht, aber es kannte die Strecke. Doch auch er musste diesen Abschnitt teilweise per Luftlinienpunkte stecken.

Abgeschiedene Täler entlang der Cerna.
Abgeschiedene Täler entlang der Cerna.

Dann kamen wir wieder an einem kleinen Weiler vorbei, eigentlich eher einem Sommerstützpunkt der Waldarbeiter, und standen wieder vor der Wahl, welcher Weg der richtige sei. Der linke sah irgendwie vielversprechender aus, aber nach einigen hundert Metern mussten wir umdrehen, weil eben doch falsch. Schade eigentlich, weil die andere Piste hier gleich steil in die Höhe führte.

Jetzt als eine deutlich breitere Piste, was ja logisch ist, irgendwie müssen die ja auch das geschlagene Holz abtransportieren. Leider bedeutete breiter nicht gleich besser, bedingt durch die schweren Fahrzeuge war die Piste ziemlich ausgefahren und viel loses Geröll lag herum. An einer Stelle ging es dann steil bergauf, leider über ziemlich grobes und loses Gestein. Und ich durfte mal wieder die LdS-Theorie (Lernen durch Schmerz) erfahren.

Sieht harmlos aus: steile und felsige Geröllpassage.
Sieht nur harmlos aus: steile und felsige Geröllpassage. Links der Abgrund.

Obwohl ich es besser wissen müsste habe ich vergessen, die Traktionskontrolle auszuschalten. Bisher war das auch kein Problem, aber hier wurde sie mir zum Verhängnis, bis zur Hälfte der Steigung ging es noch, dann rutsche das Hinterrad durch, die TCS griff ein, ich kam nicht mehr voran, dann gab´s wieder Gripp und ein paar wilde Sprünge und ich wusste, gleich liege ich auf der Seite, okay, es war ein halbwegs kontrolliertes Ablegen, aber sowas von peinlich wie ich fand!

Fritze ist noch ein Stückchen weiter gefahren und kam mir dann zu Hilfe, um die Dicke wieder aufzustellen. Also Traktionskontrolle ausschalten, vorsichtig die Kupplung kommen lassen und hey, das war etwas zu viel Gas, noch einmal mit weniger Gas und dann gings die Steigung ohne weitere Probleme hoch. Abgesehen von einem aus der Krone gebrochenem Zacken ist nichts passiert und so gings weiter im Programm die Piste entlang.

Will nicht spielen: immer wieder werden wir von "Schäfer"-Hunden verfolgt.
Will nicht spielen: immer wieder werden wir von „Schäfer“-Hunden verfolgt.

Vom Stausee an sind es 41 Kilometer bis zum Ende der Piste. Dieses Stück Strecke hat sich ganz schön gezogen, aber es war einfach toll. Aber noch sind wir nicht durch. Wir machten dann auch noch Bekanntschaft mit den rumänischen Hirtenhunden, die ihre Herde natürlich vor uns Eindringlingen schützen wollen. Da Fritze vorwegfuhr, konnte ich die Hunde genauer beobachten, sie liefen hinter dem Mopped her und verbellten den vermeintlichen Eindringling. Dabei haben sie nicht einmal nach Fritzes Beinen geschnappt oder ähnliches. Es waren zwei Hunderassen, eine große mit weißem Fell und eine kleinere mit schwarzem Fell. Die schwarzen Hunde waren eher zurückhaltend und wohl die richtigen Schäferhunde und die weißen waren wohl die Schutzhunde gegen Bären und Wölfe, die hier in der Gegend ja gar nicht so selten sind.

Vermeintlich am Ende der Welt begegnen uns Österreicher und Italiener, die hier ungläubig umdrehen.
Vermeintlich am Ende der Welt begegnen uns Österreicher und Italiener, die hier ungläubig umdrehen.

Dann ging die Piste wieder langsam bergab und es fühlte sich so an, als wenn wir das Gröbste hinter uns haben. In der Tat, von einem Moment zum anderen wandelte sich die Piste in eine wundervoll asphaltierte Hauptverkehrsstraße, garniert mit Leitpfosten, Schutzplanken und Verkehrszeichen. Eigentlich wollten wir jetzt ein paar Worte in Fritzes Kamera sprechen, um den unmittelbaren Eindruck einzufangen, aber plötzlich kam ein Auto nach dem anderen und alle wollten der Straße folgen. So richtig glauben wollten sie uns zuerst nicht, dass ein Ford Focus oder Skoda Oktavia für die weitere Strecke nicht geeignet ist, schließlich war die Piste laut Navi ja mit der Bezeichnung DN66A versehen, was so was wie Bundesstraße bedeutet.

Naja, also haben wir nur etwas getrunken ich eine geraucht, bevor wir der weiteren Straße mit ihren herrlich geschwungenen Kurven weiter gefolgt sind. Irgendwie schon spannend, wie plötzlich so eine toll ausgebaute Straße im „Nirgendwo“ endet.

Wir kamen dann immer wieder durch kleinere Ortschaften, in denen zu erkennen war, dass sie in der Vergangenheit mal blühende Städtchen mit Industrie oder Bergwerken waren, durch die Bahn zweigleisig an das restliche Land angebunden und jetzt waren die Fabriken, Bergwerke und Bahnstrecken aufgelassen. Das tut schon weh zu sehen, wie sich ein ganzer Landstrich verabschiedet vom alten Glanz. Doch es sollte noch bedrückender kommen. Zum Beispiel in Vulcan, einer größeren Stadt, die kurze Zeit später durchfuhren. Hier bekommt Fritze das Wort, weil es ihn tief bedrückt hat. Ich muss für mich sagen, es war nicht so schlimm, aber mir ging es vor zwei Jahren speziell in Tadjikistan genauso, und dort war es sogar noch bedrückender fand ich.

Fritze

Der heutige Tag gehört für mich zum Schwierigsten, zum Anspruchsvollsten, zum Spannendsten und zum Bedrückendsten, was ich jemals erlebt habe.

Wolle und ich sind heute Morgen in Herkulesbad gestartet, um die knapp 140 Kilometer über die DN67D und DN66A nach Petrosani zu fahren. Letztgenannte Straße zweigt etwa 20 Kilometer hinter Herkulesbad nach links von der Hauptstraße ab führt durch eine wunderschöne Felsenschlucht über Cerna Sat zu einem Stausee und von dort weiter nach Campu lui Neag, Lupeni und Vulcan.

Was Wolle und ich auf unserer Fahrt über die teilweise sehr schwierige Strecke zum Stausee und um diesen herum erlebt hatten, hat er ja schon weiter oben geschrieben. Deshalb will ich dazu gar nicht viel zusätzlich sagen, und meine Eindrücke dazu wird es später sowieso noch in Form eines Videoblogs geben.

Was mir an diesem Tag aber wirklich nahe gegangen ist, waren die Erlebnisse, als wir aus der „Wildnis“ kommend, die erste größere Stadt erreichten: Lupeni und gleich daran anschließend Vulcan. Da ich von unserer Ankunft dort leider keine Aufnahmen gemacht habe, will ich versuchen, meine Eindrücke irgendwie schriftlich zum Ausdruck zu bringen.

Eben noch Schotter, dann plötzlich Bundesstraße. DN66A an der Grenze Hunedoara.
Eben noch Schotter, dann plötzlich Bundesstraße. DN66A an der Grenze Hunedoara.

Wie Wolle weiter ober schon schrieb, wechselt die DN66A an der Landkreisgrenze Hunedoara von Schotter/Schlagloch/Schlamm schlagartig zu einer Strecke im Stil einer Bundesstraße mit beiderseitiger Schutzplanke, Leitpfosten und Beschilderung. Dann geht es erst einmal etwa 40 Kilometer durch eine felsige Schlucht, immer entlang dem Flüsschen Jiul de Vest. An manchen Stellen quetschen sich Straße und Fluss durch nicht einmal 20 Meter schmale Felsenschluchten – einfach herrlich, dort auf der fast menschenleeren Straße zu cruisen, zumal nach den zuvor erlebten Strapazen auf der Piste im Cernatal.

Je dichter wir uns den ersten Siedlungen Campu lui Neag und Valea de Brazi näherten, desto mehr verschlechterte sich auch der Zustand der Fahrbahn. Wieder gab es tückische Schlaglöcher, teilweise so tief wie Kochtöpfe, und absolutes Gift für unsere tapferen Motorräder.

Jedenfalls erreichten wir schließlich Lupeni. Die Stadt macht aus der Entfernung den Eindruck einer mittelgroßen Industriestadt, hinter den Wohnblöcken im Vordergrund steht der riesige Betonschlot eines Kraftwerkes. Von jetzt auf gleich beginnt die Bebauung durch große Mietskasernen und damit einhergehend ein vierstreifiger Boulevard mit Grünstreifen in der Mitte. Wobei von dem „Grün“ nichts übrig ist.

Sobald wir das komplett vergammelte Ortsschild passierten (man bedenke, dass aus unserer Richtung, also aus der Wildnis, genaugenommen einer Sackgasse, wohl nicht so oft touristische Besucher in die Stadt kommen) und ich die Details der Häuser erkennen konnte, blieb mir beim Anblick die Spucke weg und ich hatte einen riesigen Kloß im Hals. Die Straße, die Häuser, Gehwege, Laternen, Strommasten, einfach alles, wirklich alles ist dem Verfall preisgegeben.

Die Stadt scheint nur aus Grau zu bestehen, bunt waren allenfalls die zum Teil auch teuren Autos, die an den Straßenrändern und in den rechtwinklig abgehenden Seitenstraßen abgestellt waren. Überall streunen Hunde herum, in einer Seitenstraße stand eine magere Kuh. Menschen sitzen auf der Borsteinkante. Dieser Ort macht auf mich den Eindruck eines Bürgerkriegsgebietes.

Bis auf die etwa 2 x 2 Meter großen Glaswürfel, bestehend aus LED-Panels, die alle paar Meter, vermutlich zu Werbezwecken, im Mittelstreifen des Boulevards stehen, machte wirklich gar nichts auf mich den Eindruck, dass hier noch irgendetwas funktionieren würde. Wobei die Panels nichts anzeigten, vermutlich waren selbst diese kaputt.

Das Reiseziel unserer heutigen Tagesetappe: Cabana Maly, oben auf dem Berg.
Das Reiseziel unserer heutigen Tagesetappe: Cabana Maly, oben auf dem Berg.

Auf unserem Weg durch die Stadt, die fließend in Vulcan, dem eigentlichen Industriezentrum, überzugehen scheint, gibt es immer mal wieder Kreisverkehre und Bahnübergänge zu überwinden. Nicht nur dort forderte die Fahrbahnbeschaffenheit meine volle Aufmerksamkeit: Schlaglöcher, diagonale Querrisse und tiefe Spurrillen, die eher als Schützengräben zu gebrauchen gewesen wären, verzeihen keine Nachlässigkeit beim Motorradfahren. Bahnübergänge erinnern mit ihren komplett verbeulten und teilweise senkrecht hochstehenden Riffelblechabdeckungen eher an Panzersperren und sind mit äußerster Vorsicht zu überqueren. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal fürs Fahren in der Stadt eine Enduro brauche.

Die Armut in diesen beiden Städten ist bedrückend, zumal wir uns hier in der Europäischen Union befinden. Nie hätte ich für möglich gehalten, innerhalb der EU auf ein derartiges Ausmaß von Verfall zu stoßen. Überall sonst im Osten hätte ich das vielleicht als „normal“ eingestuft, aber hier in Rumänien hab ich das so nicht erwartet.

Haben es uns verdient: leckere Burger im nahen Hotelrestaurant.
Haben es uns verdient: leckere Burger im nahen Hotelrestaurant.

Hinter Vulcan geht es dann links ab nach Petrosani, dort wird man aus unserer Richtung erst einmal mit einem nagelneuen Kaufland-Markt, und gleich daneben einem Lidl, beide inklusive riesiger Parkplätze, begrüßt. Noch in dem Moment, wo ich mir dachte „hey, endlich wieder normale Zustände“, ging es so weiter, wie es zuvor in Lupeni und Vulcan endete: hinter den Discountern am Rande der Stadt in Richtung Stadtmitte sofort wieder Verfall, Grau und Armut – okay, vielleicht nicht ganz so dramatisch wie in den anderen beiden Städten, aber schlimm genug. Für meinen Geschmack zu schlimm.

Wir fuhren ein paar Kilometer durch die Stadt, folgten irrwitzig ausgeschilderten Umleitungsstrecken wegen Baustellen, wo irgendwie nichts zu passieren scheint, überwanden mal wieder katastrophale Bahnübergänge und verließen die Stadt in Richtung Berge, wo wir etwa 12 Kilometer außerhalb ein Appartement für die kommenden zwei Nächte gebucht hatten.

Wolle

Und wieder waren wir in einer anderen Welt. Von der vorher beschriebenen Armut der Städte war nichts mehr zu sehen, überwiegend gepflegte Einzelhäuser und Pensionen sowie zwei Dreisternehotels. Wir wussten, dass Rumänien nicht mit Westeuropa gleichzusetzen ist, aber so krass wie an diesem Tag waren die Gegensätze bisher nicht. Aber gut, wir haben eine gute Unterkunft und machen uns jetzt landfein, um im Restaurant, oben auf dem Gipfel, schön etwas zu essen. Der Regenradar verspricht für die kommende Nacht schweren Regen, und genau so wird es kommen.

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Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.