Karpaten-Tour 2017, Tag 19

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Mittwoch, 13.09.17 Königgrätz – Jungbunzlau – Melnik – Annaberg – Gera (350 km)

Entgegen aller Befürchtungen schien am Morgen die Sonne. Da war schon mal ein guter Anfang. Und dieser wurde mit dem schönen Frühstücksbuffet im Hotel Cernigov noch besser. Und es gab sogar richtige Kaffeepötte! Mit gut gefülltem Bauch ging dann ans Packen und Auschecken. Danach die Kräder beladen und die nächste Tanke angefahren, damit die Moppeds auch ihr Frühstück bekommen.

Mit einem leckeren Frühstück kann der Tag beginnen!
Mit einem leckeren Frühstück kann der Tag beginnen!

Danach ging es erst einmal auf einer Hauptstraße nach Nordwesten, östlich an Prag vorbei nach Kladno, an Annaberg-Buchholz vorbei durch Zwickau nach Gera.

Glücklicherweise hat sich das Wetter einigermaßen gehalten, es war allerdings sehr windig, oder wie wir im Norden sagen: es ging eine steife Brise. Zwar ging es auf den Hauptstraßen trotz hohen Verkehrsaufkommens zügig voran, doch wirklich schön waren die kleinen Sträßchen, die uns das Navi immer wieder rausgesucht hat.

Sonnenschein bei der Abreise in Königgrätz.
Sonnenschein bei der Abreise in Königgrätz.

Teilweise war es wie eine Zeitreise in die Fünfziger, wenn wir durch die Dörfer fuhren. Man konnte sehen, dass es ein altes Kulturland war und bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts von großen Gütern dominiert war. Besonders ein Bahnübergang versetzte uns in erstaunen, die Schranke wurde noch per Kurbel von einer Schrankenwärterin betätigt, die in einem kleine Häuschen neben dem Übergang logierte. Dazu dann noch der Geruch von Kohlenöfen, so erinnere ich den Geruch des Ostens aus meiner Kindheit.

Zwischenstopp unterwegs.
Zwischenstopp unterwegs.

Dann wurde es hügelig und wir hatten wieder ein bisschen Spaß auf der Straße. So langsam näherten wir uns der Grenze nach Deutschland und nach deren Überquerung war sofort erkennbar, dass wir wieder in Good Old Germany sind. Alles war aufgeräumter, gepflegter und irgendwie besser in Schuss. Ist schon gut, dass wir hier leben dürfen und die gute Infrastruktur genießen können!

Sauerbraten mit Klößen.
Sauerbraten mit Klößen.

In Zwickau machten wir noch einen Tank- und Kaffeestopp. Prompt fing es an zu regnen. Was will uns Petrus damit sagen? Naja, nach einer Viertelstunde war auch das vorbei und wir hatten wieder trockenen Asphalt unter den Rädern, außerdem war`s nur noch ein Katzensprung bis Gera. Schnell ins Hotel eingecheckt, unter die wohltuend heiße Dusche gehüpft und ins Restaurant zum Essen gegangen.

Hier gab es wie immer in Thüringen lecker Gerichte und Getränke. Fritze gönnte sich ein „kleines“ Schnitzel und ich Thüringer Klöße mit Sauerbraten und Apfelrotkohl. Alles in allem ein gelungener Abschluss des vorletzten Reisetages. Morgen steht dann der Endspurt an, bis Hamburg sind es noch 370 Kilometer, die reißen wir dann locker ab.

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Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.