Karpaten-Tour 2017, Tag 13

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Donnerstag, 07.09.17 Brasov – Targu Secuiesc – Targu Ocna – Comanesti – Frumoasa – Gheorgheni/Niklasmarkt (260 km)

Für heute war eine entspannte Strecke ohne offensichtliche Highlights geplant. Also haben wir uns etwas Zeit gelassen und sind nach einem recht ordentlichen Frühstück erst einmal zum Tanken gefahren. Fritze musste wieder einmal Öl nachfüllen, mittlerweile hat er auf knapp 4.000 km zum dritten Mal 250 ml nachgefüllt.

Morgens erstmal zur Tanke und vollmachen.
Morgens erstmal zur Tanke und vollmachen.

Okay, bei über 100.000 km darf ein Motor etwas Öl brauchen, zumal wir ja die Moppeds doch ordentlich rangenommen hatten. Nebenbei bemerkt, meine Dicke braucht bis jetzt 0,0 Liter Öl. Aber ich habe ja auch erst 60.000 km auf der Uhr.

Doch zurück zur Strecke, Tagesziel für Heute ist Niklasmarkt (Gheorgheni), oder besser gesagt ein Hotel etwas außerhalb von Niklasmarkt. Unsere Strecke verlief von Brazov über Onesti und Comanesti gen Niklasmarkt.

Zu Anfang ging es auf der Nationalstraße zügig voran, es war wenig Verkehr und die ersten 50 km ging es nur geradeaus. Dann wurde es hügeliger und ein Anstieg mit weiten Kehren, wie perfekt für uns, brachte den ersten Fahrspaß für den Tag. Da der obere Teil des Anstiegs auch noch zweispurig war, konnten wir etliche LKW und PKW hinter uns lassen. Danach ging es in ebensolchen Schwüngen wieder ins Tal. Das Tal war wunderschön, viel Wald und wenig Ortschaften, schön geschwungene Kurven, wir kamen gut voran.

Abgekämpft und durstig suchen wir uns Schatten in der Mittagshitze.
Abgekämpft und durstig suchen wir uns Schatten in der Mittagshitze.

Nach 100 km machten wir dann die erste Pause. Es gab Kekse, Croissants und ein lecker Aloe-Vera-Getränk mit Mango-Geschmack. Danach gings es weiter durch dieses schöne Tal bis kurz vor Onesti. Es ging links ab, sozusagen eine Abkürzung der Hauptstrecke über eine kleine Straße ein wenig bergauf und bergab, bis wir wieder auf die Hauptstraße bei Targu Ocna trafen. Die Strecke führte weiter durch ein mal breiteres und mal engeres Tal, wo sich Dorf an Dorf reihte. Dadurch sank unser Reiseschnitt, aber es gab so viel links und rechts der Straße zu sehen, dass es nicht weiter schlimm war.

Gibt es auch mit Mangoaroma: Aloe-Vera-Getränk mit Fruchtstücken.
Gibt es auch mit Mangoaroma: Aloe-Vera-Getränk mit Fruchtstücken.

Leider ließ der Straßenbelag mittlerweile etwas zu wünschen übrig, aber zum Glück ohne die tiefen Schlaglöcher, die wir auf anderen Strecken erlebt hatten. Dann ging es wieder ein wenig bergauf und im Dörfchen Paltinis-Ciuc kamen wir an einer Kaserne vorbei, die noch ganz im alten Stil der KuK-Monarchie, wohl für Gebirgsjäger, gebaut war.

Aussicht vom Fagetzel-Pass.
Aussicht vom Fagetzel-Pass.

Beim Kloster Fagetel ging es mal wieder einen Pass (1155 m) hinauf. Von dort oben hatte man einen tollen Blick auf die weitere Strecke und die bewaldeten Berge. Wenn, dann ist diese Gegend der echte Schwarzwald!

Runter ging es dann zügig und weiter in das nächste Tal und die darauf folgende Ebene. Nur noch ein paar Kilometer bis Niklasmarkt und zu unserem Hotel. Das Hotel Erdelyi Gondüzö erwies sich mal wieder als Volltreffer! Herrlich rustikal, aber trotzdem komfortabel und stilvoll eingerichtet.

Kein Fleisch, sondern Fisch: Wolles irrtümliche Bestellung.
Kein Fleisch, sondern Fisch: Wolles irrtümliche Bestellung.

Zum Essen gab`s eine Überraschung für uns beide. Das, was wir nämlich meinten bestellt zu haben, bekamen wir nicht. Ich glaubte Hackfleisch bestellt zu haben und bekam Fischfilet, allerdings mit den richtigen Beilagen, Fritze wollte eigentlich Schweinemedaillons bestellt haben und bekam stattdessen eine Art Geschnetzeltes. Beide Gerichte waren jedoch trotzdem lecker, daher war dann auch alles gut!

Dann noch den Blog aktualisiert, damit wir nicht zu viel nachzuarbeiten haben. Fritze hat sich recht früh ins Bett verabschiedet, und bei mir war um zehn auch das Licht aus.

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Wolle

Wolle

Lebt in der Nähe von Hamburg und liebt das ganz große Abenteuer. War auf seiner modifizierten 650er Xchallenge in der Mongolei und Sibirien. Für die etwas gemächlicheren Touren innerhalb Zentraleuropas zieht er jedoch als Lastesel seine zuverlässige 1200er Ténéré vor.
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